Daktyliothek – Numothek – Xylothek

Bildung aus der Lade
Gips Lack Schwefel
Die Heiligenkreuzer Daktyliothek
Artikel von P. Roman Nägele OCist

Daktyliotheken und Numotheken im Stift Heiligenkreuz
Artikel von Prof. Wolfgang Szaivert

DIE GROSSE WELT IM KLEINFORMAT

Was ist eine Daktyliothek?

Eine Daktyliothek war ursprünglich eine Sammlung antiker Siegelringe.
Später wurde der Begriff hauptsächlich für eine Sammlung von Abdrucken
( Ausführung in Gips, Schwefel, Siegellack)
geschnittener Schmuck- oder Edelsteine (Gemmen oder Kameen) verwendet.

Was ist eine Numothek?

Kaiser Karl VI. hegte eine besondere Vorliebe für antike Münzen.
Dies ist aus seiner „Numothek“, eines in Buchform angelegten „Münzkabinetts“ (Abdrucke in Gips, Siegellack, Schwefel, ), ersichtlich.

Befundung – Restaurierung

Was ist eine Xylothek?

Bücher sind aus Papier gemacht, Papier besteht irgendwie aus Holz.
Wenn aber Holzmuster sich als Buch tarnen, ist das keine Biblio-thek, sondern eine Xylothek.
Es handelt sich also um eine Sammlung von Holzmustern in Buchfom. Es werden auch Samen, Blätter oder Zweige verwendet.

Xylothek von P. Prior Meinrad Tomann OCist im Stiftsmuseum Heiligenkreuz

„Blumenbuch“
aus der Xylothek des Botanikers P. Dominik Bilimek OCist
Die Kunstsammlung des Stiftes kann auf ein Exemplar, das die lfd. Nummer 148 trägt und aus
der botanischen Sammlung von P. Dominik Bilimek OCist stammt, hinweisen.
Das ‚Holzbuch‘ ist an den Außenwänden mit Moos beklebt. Im Inneren werden Blüten und Blätter
der „Schwefelrose“ – Rosa Sulphurea“ gezeigt.

Literatur
Hansson Ulf R., Die Quelle des guten Geschmacks ist nun geöffnet,
Philipp Daniel Lipperts Dactyliotheca Universalis, … online