Bauamt

Neuer Bauhof des Stiftes Heiligenkreuz (2020)

Im Frühjahr 2020 wurde der neue Bauhof des Stiftes fertiggestellt.
Die Gesamtverantwortung liegt bei Hauptökonom P. Markus Rauchegger OCist,
der von Bauamtsleiter Arnold Link fachlich unterstüzt wird.

Kreuz und Zunftzeichen (auswahlweise) wurden von unserer Mitarbeiterin Frau Bianca Muster
entworfen und ausgeführt.

Das Stift beschäftigt im Bauamt Elektriker, Gärtner, Installateure, Maler, Maurer, Schlosser und Tischler.

(Maler und Schlosser folgen)


Informationsschilder vor der Prälatur

Wenn ein Besucher die Wendeltreppe von der Alten Pforte zur Prälatur in den ersten Stock hinaufgeht, dann sieht er zwei große Abtportaits. Durch zwei neu angebrachte Schilder, die von unserem Mitarbeiter dem Montagetischler Herrn Martin Schmitmeier montiert wurden, wird nun der Betrachter über diese Persönlichkeiten informiert. Die Schilder wurden von der Firma Karas www.karas.at angefertigt.

 

Es handelt sich zum einen um Prälat Gerhard Weixelberger, Abt von 1705 – 1728.
Er war Generalvikar für die Zisterzienserklöster in den österreichischen Landen. Er ließ das Chorgestühl in der Stiftskirche von Giovanni Giuliani bauen. Außerdem gab Abt Gerhard den Auftrag für die Ausstattung von Sommersakristei und Sommer-refektorium.
Das Portrait wurde von dem in Antwerpen geborenen kaiserlichen Kammermaler Peter van Roy (c. 1660-1738) angefertigt [Peter van Roy wird als kaiserlicher Kammermaler zwischen 1706 und 1738 in Wien faßbar; er arbeitete als Bildnismaler auch für den Adel in Niederösterreich, Böhmen und Mähren]. Signatur: 1727.

 

Das andere Bild zeigt Prälat Robert Leeb, Abt von 1728 – 1755.
Er war Generalvikar für die österreichischen und ungarischen Zisterzienserklöster und Wiederbegründer des Zisterzienserkloster Szentgotthárd in Ungarn.
Er ließ die Dreifaltigkeitssäule von Giovanni Giuliani im großen Innenhof des Stiftes errichten.
Die großen Kreuzwegstationen entstanden in Erinnerung an seine Wallfahrt ins Heilige Land.
Das Portrait wurde von Johann Peter Kobler von Ehrenborg, dem kaiserlichen Kammermaler von 1747 – 1774 angefertigt. Es trägt die Signatur I.K. [17]52.


Klassizismus – Kerzenständer

Zur Zeit werden in unserer Restaurierwerkstatt 4 Kerzenständer (2 Paare) aus dem Anfang des 19. Jh.s restauriert. Die Arbeiten werden von unserer Mitarbeiterin im Werkstättenbereich Frau Bianca Muster durchgeführt. Sie ist ausgebildete Vergolderin, Staffiererin und beschäftigt sich mit der Restaurierung  von historischen Möbelstücken.


Salontüren der Prälatur

Zwei der vier Salontüren der Prälatur des Stiftes Heligenkreuz aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts wurden in unserer hauseigenen Tischlerei zur Reparatur übernommen. Unser Tischler und Restaurator Jürgen Prukl, der seit Jahren bei uns beschäftigt ist, hat hier große Arbeit geleistet. Nun stellen diese Türen einen zusätzlichen Blickfang dar.


Barocker Stuhl (17. Jh)

Unser Mitarbeiter in der Tischlerei, Herr Jürgen Prukl, hat einen frühbarocken Stuhl saniert. Der Stuhl besteht aus einer reich geschnitzten Rückenlehne, die in der Mitte kreisförmig durchbrochen ist. Zu erkennen sind eine Maske und 2 Delphine. Arkantusblätter sind schmückendes Beiwerk. Der Stuhl erhält seine Festigkeit durch gedrechselte, schräggestellte Füße, welche durch Stegverbindungen zusammengehalten werden. Dieser Stuhl gehört zu einem Ensemble, das aus 12 Stühlen besteht. Sie stammen aus dem ehemaligen Benediktinerstift Kleinmariazell und sind durch ein Brandzeichen (St+M) auf der Unterseite der Sitzfläche markiert.


Ehrenamtlichte Tätigkeit in der Handschriftenkammer
Amtsdirektor i.R. Otto Hoschek

Seit 2005 arbeitet Herr Otto Hoschek in der Handschriftenkammer. Seine Erfahrung als leitender Beamter der Uni-Bibliothek Wien konnte er im historischen Buchbestand einbringen. Regale wurden angeschafft, in Licht, Heizung und Klimagerät wurde investiert und auf diese Weise die Grundvoraussetzung für eine gedeihliche Arbeit geschaffen. Die konsveratorische Behandlung des Buchbestandes war gesichert. Eine auf die Zukunft ausgelegte Arbeit war das Verschubern der Codices in PH-neutralen Wabenkartons. So wurde ein konservatorisch optimales Kleinklima pro Handschrift erzeugt. Seit Längerem steht ihm Herr Gerd Steinmüller aus Korneuburg zur Seite.