Münzen und Medaillen

Das Stift Heiligenkreuz besitzt eine stattliche Münzsammlung von über 30.000 Exemplaren, die – wie die Kunstsammlung – auf Abt Robert Leeb (1728–1755) zurückgeht. In dieser Zeit entstanden in Europa auch viele andere Sammlungen, sei es von weltlichen Herrschern oder von Bischöfen und Klöstern. Die historischen Zeugnisse dienten einerseits zur Repräsentation, andererseits sollten diese Zeugen der Vergangenheit für die Zukunft bewahrt und für die Bildung genutzt werden. Die Münzsammlung des Stiftes Heiligenkreuz wurde vor allem von P. Johann Nepomuk Weiß (gest. 1858), vom weitgereisten
P. Dominik Bilimek (1813–1884) und von
Prof. P. Dr. Wilhelm Neumann (2. Hälfte 19. Jh.) bereichert.
Mit dem Ende des 19. Jh. erlosch die Sammeltätigkeit in Heiligenkreuz.
Die Sammlung umfaßt echte Münzen aus der Antike bis zur Gegenwart.
Es finden sich aber auch Fälschungen aus dem 16./17. Jahrhundert, die von historischem Interesse sind.

Andere Zuflüsse zur Sammlung sind Fundmünzen aus der Umgebung des Stifts sowie Geschenke. Unter den Geschenken stechen an numismatischen Objekten besonders Medaillen der Päpste hervor, welche bis heute in das Stift gelangen.
Um 1976 brachte Abt Franz Gaumannmüller (1969–1983) die Sammlung des Stiftes Neukloster nach Heiligenkreuz, die den Münzbestand um knapp 4000 Stück erweiterte.