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11. November 2018
32. Sonntag im Jahreskreis

Aus dem hl. Evangelium nach Markus
Mk 12,38-44

In jener Zeit lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in acht vor den Schriftgelehrten!
Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt,
und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. …
Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen.
Viele Reiche kamen und gaben viel.
Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein …


Hochfest des hl. Leopold
Gründer und Stifter von Heiligenkreuz
15. November 2018
9.30 Uhr
Pontifikalhochamt in der Stiftskirche

MUSIKALISCHE GESTALTUNG

Proprium
vom Festtag > Choralschola von Heiligenkreuz
Leitung: Regenschori P. Mag. Raphael Statt OCist

Ordinarium
Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809)
Messe in B
für vier Solisten [S, A, T, B]
Violinen, Viola, Violoncello, Flöten, Fagott, Orgel
Leitung: Dr. Maria Gelew


Lehrende und Studierende in der Handschriftenkammer

Am 10. November 2018 besuchten 13 Studierende des Masterstudiums „Geschichtsforschung, historische Hilfswissenschaften, Archivwissenschaft“ (Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien) im Rahmen der Lehrveranstaltung „Handschriftenkunde und Buchwesen“ unter der Leitung von Dr. Christoph Egger und Dr. Katharina Kaska die Handschriftenkammer von Heiligenkreuz. Mittelalterliche Handschriften sind für die Geschichtswissenschaften außerordentlich wertvolle Quellen, die viele Einblicke nicht nur in die Überlieferung alter Texte, sondern auch in die Herstellung, Verwahrung und Benützung alter Bücher erlauben – freilich benötigt man für die Beschreibung und Interpretation dieser Quellen viele Kenntnisse, die erst erlernt sein wollen. Das Kennenlernen einer klösterlichen Handschriftensammlung, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist, aus nächster Nähe und an dem Ort, an dem die Handschriften seit Jahrhunderten verwahrt werden, ist daher eine einmalige Gelegenheit. Die Studierenden lernten zunächst die Geschichte der Heiligenkreuzer Bibliothek im Mittelalter und in der frühen Neuzeit kennen, die durch die Liste der unter dem ersten Abt Gottschalk geschriebenen Bücher, durch die Bücherliste aus dem späten 14. Jahrhundert, die Bände aus dem französischen Schwesterkloster Bellevaux, durch die Randnotizen des Heiligenkreuzer Mönches Ambrosius (Anf. 14. Jahrhundert) und durch eine Überblick über frühneuzeitliche Signatursysteme illustriert wurden. Dann hatten sie Gelegeneheit, einzelne Handschriften selbst genauer zu untersuchen und so den Versuch zu unternehmen, die Quelle „mittelalterliches Manuskript“ zum Sprechen zu bringen.


EINBLICKE IN SAMMLUNGEN DES STIFTES HEILIGENKREUZ
Termin: Freitag, 26. Oktober 2018


Kaiserin Maria Theresia Kasel
Restaurierung durch Frau Elisabeth Macho – Biegler – Hinterbrühl

Die durch den Gebrauch entstandenen Schäden an der historischen Kasel wurden behoben. Bei den Restaurierungsmaßnahmen stellt sich heraus, dass ursprünglich ein grüner Futterstoff eingesetzt war. Dieser Erstzustand wurde wieder hergestellt. Die Kasel kann wieder in der Liturgie verwendet werden.


WienerDomMuseum
Sonderausstellung
Zeig mir deine Wunde
20.09.2018 bis 25.08.2019

Das Stift Heiligenkreuz beteiligt sich mit drei Exponaten aus dem Stiftsmuseum


Aussendungskreuz für das Kloster Neuzelle

Aussendungsfeier am Hochfest des hl. Bernhard am 20.8.2018
Abteikirche Stift Heiligenkreuz

Name
Aussendungskreuz für das Zisterzienserkloster Neuzelle
(errichtet am 2.9.2018 als ein von der Mutterabtei Heiligenkreuz abhängiges Priorat)

Motiv

Als Ausgangsmotiv diente die älteste Kreuzesdarstellung im Stift Heiligenkreuz, ein Wandkreuz in der Fraterie (um 1240).
Das auf Verputz gemalte Kreuz zeugt von der im Mittelalter typisch zisterziensischen Schlichtheit (keine Mehrfarbigkeit).

Gestaltung

P. Raphael, Mönch im Stift Heiligenkreuz, wählte das mittelalterliche Motiv als Ausgangspunkt für das beidseitig ausgeführte, moderne Kapitelkreuz ohne Korpus. Mit geschwungenen Balken streckt sich das bombierte Kreuz nach allen Seiten aus wie eine Lilie (= in der Zisterziensersymbolik ein Bild der Schönheit Mariens). An der Naht zum Stab sind vorderseitig das Wappen des Klosters Neu- zelle  sowie rückseitig das Wappen des Mutterklosters Heiligenkreuz mit polychromer Bemalung herausgearbeitet. Stab und Kreuz sind aus Nussbaumholz gefertigt und groß-teils naturbelassen. Die seitlichen Kreuzesschenkel wurden mit Blattgold überzogen. Der Effekt unterstreicht das Grundthema des Aussendungskreuzes als Siegeszeichen und als Verheißung an die ausgesandten Mitbrüder:

In hoc signo vinces („In diesem Zeichen wirst du siegen“).

Künstler
P. Mag. Raphael Wilfried Statt OCist – Stift Heiligenkreuz


„100 Jahre Republik Österreich – 100 Jahre Ende der Monarchie“
Die „Kaiser Karl Gebetsliga“stellt für die Sonderausstellung:
Karl & Zita – Im Schatten der Geschichte
eine kostbare Reliquien-Büste vom
sel. Kaiser Karl I. für Schloss Eckartsau zur Verfügung

Die Idee zu diesem Reliquiar stammt vom
Leiter der Nationalen Kaiser-Karl-Gebetsliga für den Völkerfrieden in der Tschechischen Republik
Herrn Dr. Milan Novak
Er ist der Delegierte der Kaiser Karl Gebetsliga in Brandeis – Böhmen


Historische Glasscheiben kehren in den Kreuzgang zurück
Angela Vorhofer führt Vorbereitungsarbeiten durch
und hält am 26.10.2018 (15 Uhr) hierzu einen Vortrag im Kaisersaal des Stiftes:
Die Glasmalereien im Kreuzgang des Stiftes Heiligenkreuz
Untersuchung, Bestandsklärung und Musterrestaurierung von Glasmalereien um 1900
Angela Vorhofer
Universität für angewandte Kunst Wien – Institut für Konservierung und Restaurierung –


Neue Werke von P. Raphael Statt OCist
Künstlermönch


Musikalische Raritäten im Stift Heiligenkreuz

Heiligenkreuzer Pater Alberich Mazak im Radio

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Unser Mitbruder Pater Alberich Mazak († 1661) stammte aus Tschechien, trat 1629 ins Stift Heiligenkreuz ein und hat sich vor allem als Musiker, Komponist und Chorleiter einen Namen gemacht. Bis heute werden seine Messen und Motteten aufgeführt. Gestern war unser Mitbruder mit seinem ‚Exaudiat te Dominus in die tribulationis‘ aus dem ‚Cultus Harmonicus‘, gespielt von ‚Dolze Risonanza‘ unter der Leitung von Florian Wieninger auf dem Österreichischen Kultursender Ö1 zu hören. Es ist wichtig, dass solche wertvolle Musik nicht in Vergessenheit gerät. Hier gibt es die Sendung zum Nachhören.
Foto: Screenshot der Sendungsseite von Ö1.

Musikakademie F. Rebay

rebay - foto - unterschrift
Plakat

  1. Internationale Musikakademie Ferdinand Rebay im Stift Heiligenkreuz vom 21.-25.August 2018
    Sommerkurs in wunderschöner Umgebung
    Kurse in den Sparten
    GITARRE – FLÖTE – GESANG

Abschlusskonzert im Kaisersaal – Heiligenkreuz
Samstag, dem 25. August 2018 – 15.00 Uhr

Ferdinand Rebay entdecken
Die Musik des österreichischen Komponisten  Ferdinand Rebay (1880-1953) war für eine längere Zeit nur klassischen Gitarristen bekannt: Seine Werke für Gitarre(n) gerieten nie in Vergessenheit. Seit 2014 im Musikarchiv von Stift Heiligenkreuz (Kustos P. Roman Nägele OCist) zahlreiche Originale Rebays gefunden wurden, arbeiten P. Roman und die Musikwissenschaftlerin Dr. Maria Gelew daran, die Werke herauszugeben und bekannt zu machen.

Rebay – Kenner als Dozenten
Das geschieht nun auch schon zum 4. Mal mit einer Musikakademie: Die Musik von Ferdinand Rebay steht (neben den Werken anderer Komponisten) im Mittelpunkt: Rebays Kammermusikwerke in seltenen Besetzungen sind eine beliebte Erweiterung des Repertoires. Diese Akademie wendet sich an GitarristInnen (Dozent: Armin EGGER), SängerInnen (Dozenten: Alexander MAYRJeannie MAYR und Maria GELEW), FlötistInnen (Dozenten: Chia-Ling RENNER-LIAO und Wolfgang RENNER)

Überraschende Entdeckungen
Zahlreiche Konzerte gab es in den letzten Jahren, so wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer etwa im Alten Rathaus in Wien und im Musiksalon der ÖNB Rebays Musik echt überrascht. Trotz der guten Kontakte Rebays zu den Komponisten um Arnold Schönberg (2. Wiener Schule) blieben Rebays Werke spätromantisch, impressionistisch.  Zum Anhören:

Ferdinand Rebay – Hörbeispiele

Öffentliches Abschlusskonzert
Auch am Schluss der 4. Internationalen Musikakademie Ferdinand Rebay steht ein öffentliches Konzert der teilnehmenden MusikerInnen mit ihren Dozenten und Dozentinnen, und zwar im einzigartigen Ambiente des Kaisersaals im Stift (Sa., 25. August 2018 um 16:00 Uhr, Eintritt frei).

Ausschreibung


Handschriften

Hebräische Fragmente in Österreich
Stift Heiligenkreuz


Neuzugang bei den Inkunabeln und Alten Drucken!
Ein Druck des Missale Augustense aus dem 16. Jahrhundert

Wie schon von P. Moses Hamm ausführlich in der Zeitschrift Sancta Crux berichtet, vermachte 2016 der Pfarrer in Ruhe Willi Heinrich Knapp dem Stift Heiligenkreuz ein Missale aus dem 16. Jahrhundert. Das 1555 von Sebald Mayer in Dillingen gedruckte Buch ist mit Holzschnitten von Matthias Gerung ausgestattet (VD16 M 5556).

Von besonderem Interesse bei diesem unvollständigen Exemplar (es fehlt der Römische Canon – bei durchgehender Folierung) ist die Widmung am Innendeckelspiegel, die hier deshalb noch einmal vollständig abgebildet werden soll. Das von einem illusionistischen Rahmen umgebene Blatt zeigt unter der Jahreszahl 1591 zwei große farbige Wappen. Links steht das Wappen des Caspar von Berndorff zu Pähl und Steinbach, rechts das Wappen seiner Ehefrau Anna von Berndorf, geborene Anna von Gumppenberg. Beide Wappen finden sich auch auf der Grabplatte der Ehegatten in der Pfarrkirche St. Laurentius in Pähl (Oberbayern). Der 1589 gestorbene Caspar von Berndorff war Kammermeister am Münchner Hof.

Die Widmung im Heiligenkreuzer Missale gibt nun Auskunft über das weitere Leben der Anna von Berndorf. Zwei Jahre nach dem Tod Ihres Ehemanns wohnte die Witwe „im fürstlichen panmarkht zu Diessen“ (Dießen am Ammersee in Oberbayern). Dort vermachte sie am 25. April 1591 das Missale dem „gotzhaus zum gotsakher“ (wohl die Friedhofskirche St. Johann). In der stark fehlerhaften Grabinschrift in Pähl wird Annas Sterbejahr mit 1692, wahrscheinlich richtig 1592, angegeben. Ihr Sterbeort wird mit dem in der Edition der Inschriften der Pfarrkirche Pähl nicht lokalisierten „Bairdtisten(n)“ ausgewiesen. Dabei könnte es sich um eine verballhornte Form von „Bayerdießen“ handeln, einer alten Bezeichnung für Dießen am Ammersee.

Die Heiligenkreuzer Neuerwerbung ist damit nicht nur eine wertvolle Erweiterung des Bibliotheksbestands, sondern auch eine Quelle für die bayerische Landesgeschichte.

Gedruckter Artikel
Moses Hamm, Ein Augsburger Messbuch von 1555, in: Sancta Crux 77 (2016) 72-76.

Link

Edition der Grabinschrift:

Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau. Gesammelt und bearbeitet von Manfred Merk (Die Deutschen Inschriften Bd. 84, Wiesbaden 2012) Nr. 194, online. Dort auch weiterführende Literatur zu den Personen.


DIASPORA – KIRCHE IN DER ZERSTREUUNG
Fahrt nach [Ost]Deutschland
Oberlausitz [Sachsen] und Sachsen Anhalt
17.09.2018 – 24.9.2018
Leitung: P. Roman Nägele OCist
Ausschreibung


Aktion Schutzengel

Die Schutzengelstatue (1720) von Giovanni Giuliani ist 2016/17 im Atelier von Mag. Christian Gurtner mit einer Bleiweißfassung versehen worden. Die Bleiweißfassung, mit der das Erscheinungsbild von Marmor oder Porzellan imitiert wurde, war im 18. Jh. eine beliebte Art der Oberflächengestaltung. Auf mehrere Grundierungen mit Kreidegrund folgen die Bleiweißanstriche, die nach Durchtrocknung mit kleinen Achatsteinen bis zum Hochglanz poliert werden. Wir haben die Chance einer Rückführung der Skulptur in das bleiweißgefasste, originale Erscheinungsbild der Barockzeit wahrgenommen.

Der strahlend weiße Schutzengel erhält seinen angestammten Platz auf dem Sockel an der Badener Straße zurück.

https://www.facebook.com/stiftheiligenkreuzsammlungen/


Studierende der Wiener Universität am Institutes für Numismatik und Geldgeschichte unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Wolters haben das dritte Jahr in Folge ein Projekt, das ‚Licht ins Dunkel‘ unserer Münzsammlung bringt. Die letzten beiden Jahre wurde die Sammlung des Stiftes Neukloster geordnet und eine wissenschaftliche Datenbank angelegt. Heuer nehmen die Wissenschaftler die Sammlung des Stiftes Heiligenkreuz ‚unter die Lupe‘. Für die an diesem Projekt Beteiligten ist es ein neue Erfahrung, in einem geschichtsträchtigen Haus wie das Unsere historische Münzen zu sichten und zu ordnen. Ziel ist peu a peu ein Gesamtverzeichnis  zu erstellen, das in der Folge über das Medium Internet für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht werden wird.
Foto: Prof. Wolters mit seinen Numismatikstudenten bei der Arbeit an der Münzsammlung des Stiftes Heiligenkreuz.


Heiligenkreuzer Fotoalbum
von P. Dr. Meinrad Tomann OCist