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16. Februar 2020
6. Sonntag im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus: (Kp. 5,17-37)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben!
Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben,
sondern um zu erfüllen. …

Symbolbild


RETTUNG EINES KULTURSCHATZES
Schubert-Hammerflügel

Stift Heiligenkreuz

Der Schubert-Hammerflügel im Museum des Stiftes Heiligenkreuz stammt von Michael Rosenberger, einem Klavierbauer aus Franken (*1766-1832).

Fachleute, wie Dr. Beatrix Darmstädter und Dr. Alfons Huber vom KHM Wien (Sammlung alter Musikinstrumente) und der namhafte Restaurator für Hammerklaviere Robert Brown (Oberndorf) bestätigen den „weitgehend unangetasteten Originalzustand“ (Darmstädter).
Es handelt sich „um eines der ganz wenigen wertvollen fast unberührten Hammerflügel der Biedermeierzeit (Huber)

Der Schubert-Hammerflügel ist eines der wertvollsten Musikinstrumente seiner Zeit und ein Juwel von Stift Heiligenkreuz. Mit der Registernummer 6 des weltbekannten Rosenberger-Klavier-Produzenten in Wien dokumentiert sich dieses Instrument als einzigartig.

Das Klangerlebnis des Schubert-Hammerflügels ist unvergleichbar, weil es authentisch den Biedermeierklang wiedergibt.
Der Schubert-Hammerflügel des Stiftes Heiligenkreuz war das Lieblingsinstrument des Komponisten Franz Schubert.
Dieses Instrument hat Franz Schubert wegen seines Klangerlebnisses geliebt. So ist heute das Spielen und Hören des Schubert-Hammerflügels ein besonderes, exklusives Erlebnis.

Das edle Instrument muß dringend restauriert werden. Die besten Spezialisten werden herangezogen, um es für die Nachwelt zu erhalten. (14.02.2020)


Graphische Sammlung

Aufarbeitung und Konservierung durch Studierende der Donau-Universität Krems
Leitung: Dr. Patricia Engel

  • Sondierung
  • Katalogisierung
  • Bestandserhaltung
Vier Studierende der Donau – Universität Krems, Frau Wiwik Sri Wulandari, Herr Warsono, Herr Indiria Maharsi und Frau Prima Dona Hapsari, begannen die Durchsicht und Katalogisierung der Graphiksammlung des Stiftes Heiligenkreuz unter der Leitung von Dr. Patricia Engel. Es geht darum ein Konservierungskonzept zu erarbeiten. Dieses beinhaltet konkrete Vorschläge für die fachgerechte Lagerung der wertvollen Blätter. Das besondere ist, dass diese Studierenden der Universität für Weiterbildung Krems, Lehrende in Indonesien sind, wo sie am berühmten Institut Seni Indonesia, Yogyakarta eine Restaurierungsfakultät aufbauen.
Als erster Schritt wurde ein Teil der Graphiksammlung exemplarisch nach Technik und Zustand systematisiert und ein Katalogisierungsstystem, welches auch die für die Konservierung bzw. Restaurierung relevanten Daten beinhaltet, erstellt. Ein Testlauf erlaubte die Evaluierung des Vorschlags. Das nun gefundene Konzept wird in den kommenden Monaten weiter angewendet. Ziel ist es die gesamte Sammlung wieder nutzbar zu machen. (10.02.2020)

Arbeitsprotokoll vom 10.2.2020 (englisch) und weitere Vorgehensweise


Gestohlener Engel von Giovanni Giuliani kehrt nach Heiligenkreuz zurück
ehem. in der Pfarrkirche von Gaaden
‚Neuzugang‘ im Stiftsmuseum

Am Montag, dem 10.2.2020, wurde von der Kriminalpolizei Mödling der am 21. Mai 2003 aus der Pfarrkirche Gaaden (Stiftspfarre von Heiligenkreuz) entwendete Engel von Giovanni Giuliani dem Stift Heiligenkreuz rückgestellt.

Der Anfang der 21. Jh. aus der Pfarrkirche Gaaden gestohlene Engel wurde im Kunsthandel in Wien sichergestellt und nun dem rechtmäßigen Besitzer wieder zurückgegeben. Durch unsachgemäße Verwahrung in den vergangenen Monaten sind Oberflächenschäden entstanden, die durch den Restaurator Franz Hobl behoben werden müssen. In der Folge wird die Skulptur im Stiftsmuseum Heiligenkreuz einen adäquaten Platz erhalten. Wir freuen uns über die Rückgabe und sohin über den ‚Neuzugang‘. (10.02.2020)


Die verborgenen Ursprünge des österreichischen Humanismus
Dr. Erwin Pokorny Uni-Innsbruck
FWF-Projekt

Das Projekt erschließt zum ersten Mal das intellektuelle Profil des bisher kaum erforschten Tirolers Johannes Fuchs[magen] (ca. 1450–1510).
  • 1. Teilprojekt rekonstruiert die Büchersammlung Fuchsmagens
  • 2. Teilprojekt ediert in einer Online-Ausgabe mit Kommentar den Codex Fuchsmagen, eine Sammlung von
    ca. 200 lateinischen Gedichten zahlreicher Humanisten , die Fuchsmagen gewidmet ist
  • 3. Teilprojekt behandelt zwei zentrale, aber bisher nicht angemessen gewürdigte österreichische Kulturgüter, die bei den von Fuchsmagen in Auftrag gegeben wurden: einerseits den Fuchsmagenteppich, der den Stifter in Gesellschaft des österreichischen Markgrafen und Heiligen Leopold III. mit dessen Familie zeigt; andererseits den sogenannten „Filocalus-Kalender“, eine im Besitz von Fuchsmagen befindliche, Anfang des 16. Jh. angelegte Handschrift eines illustrierten spätantiken Kalenders

Ziel ist die präzisere Datierung der Entstehungszeit des Fuchsmagenteppichs


BENEFIZKONZERT

zu Gunsten des Zisterzienserklosters in Sri Lanka

Donnerstag, dem 19. März 2020, 19 Uhr
BA Salon im Alten Wiener Rathaus
Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien

Franz Schubert: Winterreise, ausgewählte Lieder
Klaviermusik von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven

Renate Weninger, Sopran
Am Flügel: Christian Vodak
Rezitation: Hans Georg Heinke

Auf Sri Lanka entsteht gerade das erste Zisterzienserkloster. Drei Mönche, die dieses Projekt wagen, stammen aus Sri Lanka. Jetzt müssen Sie ihr Kloster fertig bauen. Sie brauchen unsere Hilfe. Das neue Kloster soll einmal vielen Platz bieten. Mit Hilfe des Volkes Gottes kann dieses Werk gelingen. P. Sylvester, Pater Bernard und Pater Benedict wünschen sehnsüchtig, dass sie bald in das Kloster einziehen können.
Diese Pioniermönche möchten wir unterstützen.

  • Sie können den Klosterbau direkt fördern.
  • Wenn Sie Ihre Spende steuerlich absetzen wollen, dann nützen Sie bitte das Konto der Päpstlichen Missionswerke:

Empfänger: Päpstliche Missionswerke
IBAN: AT96 6000 000 0701 5500
BIC: BAWAATWW
Vermerk: Kloster für Sri Lanka


Schätze ins Schaufenster

Stift Neukloster – Wiener Neustadt
Stiftssammlungen

Die Kunst- und Wunderkammer des Neuklosters war im Rahmen der Niederösterreichischen Landesausstellung „Welt in Bewegung“ zu sehen. In einer Kunst- und Wunderkammer werden unterschiedlichste Objekte gezeigt, um ein Abbild der Welt im Kleinen darzustellen. Solche Schätze waren in ganz Europa an Fürstenhöfen und in Klöstern vorhanden – so auch im Stift Neukloster.
Im Neukloster wurden sowohl die Paramentenkammer neu eingerichtet als auch ein Gemäldedepot, ein Objektdepot und ein neuer Ausstellungsraum für eine einzigartige Kunst- und Wunderkammer geplant und umgesetzt. Die Inventarisierung und Präsentation der Objekte, die zuvor nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren, waren eines der Kernthemen des Projekts. Insgesamt wurden Sammlungsbestände von rund 5.100 Objekten bearbeitet.
Die Sammlung umfasst sowohl prunkvolle Kunstkammerobjekte als auch einzigartige Erinnerungsstücke an geschichtliche Ereignisse: ca. 4700 Einzelstücke, davon 1000 Kunstkammerobjekte, 200 Gemälde und 3500 Steine und Muscheln. Der Großteil der Bestände wurde in der Blütezeit des Klosters zwischen 1740 und 1801 angeschafft. So bietet sich ein wichtiges Dokument des barocken Sammelns im 18. Jahrhundert und der Klostergeschichte dar. Darüber hinaus ist die Sammlung ein wertvolles kultur- und naturkundliches Erbe der Region und des Landes Niederösterreich.
Die fachkundigen Arbeiten im Rahmen dieser Depotoffensive wurden von
Lehrenden und Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien durchgeführt. Die Gesamtleitung hatte o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gabriela Krist, Vorständin des Instituts für Konservierung und Restaurierung an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Jahresbericht 2018
Universität für angewandte Kunst – Wien – Restaurierung
Lehre – Forschung
Vorträge
im Kaisersaal des Stiftes Heiligenkreuz am 26.10.2018


Altes und Schönes in Kaisers Tafelstube
Adventmarkt im Stift Heiligenkreuz 14.12.2019


Gotische Glaskunst aus dem Stift Neukloster

Die im Stiftsmuseum Heiligenkreuz verwahrten Bruderschaftsscheiben (Herkunft: Sterzing) aus dem Stift Neukloster in Wiener Neustadt mit Madonna und Kind, dem heiligen Jakobus dem Älteren, dem Stifterpaar und der dazugehörenden Wappenscheibe sind in einem Artikel im Corpus Vitrearum Medii Aevi  (Österreich Band IV) beschrieben. Fr. Eugenius Lersch OCist hat ein Exzerpt erstellt. Jakobusbruderschaften könnten sich für die „Jakobusscheibe“ interessieren.


Glasfenster im neuen Meditationsraum
Kurhaus Marienkron
von P. Raphael Statt OCist

„Beim Betrachten der ursprünglichen Raumsituation des Meditationsraumes kam mir spontan die Idee, eine grüne Wellenbewegung durch alle vier Fenster fluten zu lassen.

Es sollte ein saftiges, ja leuchtendes Grün sein, wie wir es in der Natur […] finden.

Denn mein Anliegen war es, bei der Gestaltung der Fenster ganz aus der Natur zu schöpfen – und den Blick des Betrachters in die Natur schweifen zu lassen. Auch das Heilungsprogramm des Kurhauses schöpft aus den Elementen der Natur.“

 


Musikarchiv

Der historische Komponisten-Zettelkatalog im Musikarchiv wurde in neu angefertigten Mappen untergebracht. Besonders hervorzuheben sind die goldfarbenen Buchstaben, die Herr Erich Unterpertinger auf den Rücken der von ihm gemachten Mappen angebracht hat. Herr Erich arbeitet in seiner Pension ehrenamtlich in der Buchbinderei.

 

Archivboxen

Die Kompositionen von Ferdinand Rebay sind während der Sichtungsarbeiten in säurefreien Kartonboxen eingeordnet worden. Eine Spezialfirma in Deutschland (Schempp) hat die Boxen geliefert.
Gleichzeitig mit dem Werkzeichnis, das online über RISM aufgerufen werden kann, wurde ein analoger Zettelkatalog erstellt.


Hochfest des hl. Leopold in Heiligenkreuz

Musikalische Gestaltung:
Kirchenmusikverein St. Ulrich / Wien VII
Leitung: Robert Fontane

Im Anschluß an das Pontifikalamt lud P. Roman zu einer Kustodenführung ins Stiftsmuseum ein. Dem Feiertag entsprechend präsentierte er Darstellungen des hl. Leopold (siehe z.B. Bild 5 v.l.n.r.). In der Führung wurden Werke von Altomonte, Giuliani und der Fuchsmagenteppich vorgestellt.


Giovanni Giuliani – Fund am Dachboden – Mödling

Prof. Walter Jirka findet in einer Schule in Mödling Modelle von Giovanni Giuliani auf dem Dachboden. Sie entsprechen den am Waisenhausfriedhof in Mödling befindlichen Putti. Bezirksblatt und NÖN berichten über diesen Fund am Dachboden.

 

NÖN
Bezirksblatt


Handschriftenkunde und Buchwesen

Lehrveranstaltung der Universität Wien [Insitut für Österreichische Geschichtsforschung]
zu Besuch in der Handschriftenkammer > 9.11.2019
Leitung:
Ass.-Prof. Mag. Dr. Christoph Egger und Mag. Dr. Katharina Kaska [ÖNB]

Am 9.11.d.J. besuchte die Lehrveranstaltung Handschriftenkunde des MA Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft die Handschriftensammlung von Heiligenkreuz. Die Studierenden lernten anhand der Heiligenkreuzer Handschriften und mittelalterlichen Bücherlisten über die Geschichte einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosterbibliotheken Österreichs und konnten praktische Erfahrung für die Beschreibung und Katalogisierung von Handschriften sammeln.

 


Einblicke in Sammlungen des Stiftes

Nationalfeiertag, dem 26.10.2019


Begrüßung 
Bau- und Dekorsteine <> Bleiweißfassung
Zusammenfassung (Video)

Fotogalerie


Erinnern und Erneuern

Einladung
Führungskräfte aus der Tradition biblischen Glaubens und

Gedenkkonzert Ferdinand Rebay – Mittwoch, 30. Oktober 2019, 18:30 Uhr

Fotodokumentation

Haus der Industrie – 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 4

Podiumsgespräch

zum Thema „Erinnern und Erneuern“ mit Prof. Regina Polak und Prof. Matthias Beck


5. Internationale Musikakademie Ferdinand Rebay

Fotogalerie – Abschlußkonzert


Sonntag, 25. August 2019 16 Uhr
Kaisersaal – Stift Heiligenkreuz

Info


ZU SCHADE ZUM WEGWERFEN

und doch im Weg
SCHAFFEN SIE PLATZ
und helfen Sie uns!

Wir brauchen
„ALTES und SCHÖNES“
für unseren jährlichen HEILIGENKREUZER ADVENTMARKT
(am Samstag vor dem 3. Adventsonntag, heuer am 14. Dezember 2019)
Wir freuen uns über GLAS, PORZELLAN, Geschirr, Vasen, Deko-Artikel uvm.
Abgeben können Sie die Sachen an der Pforte des Stiftes Heiligenkreuz
Organisation: P. Roman
Tel. 0043-2258-8703-166 (Mo – Fr 8.00-11.00)

Die Gegenstände können auch schon jetzt übergeben werden.

Was Sie uns bitte NICHT bringen: Gewand, Elektrogeräte, Möbel, …und alles, was Käufer nicht tragen können …
wenn Sie unsicher sind, was wir brauchen können: 
EINFACH ANFRAGEN!
p.roman@stift-heiligenkreuz.at
0664-6523838


Exkursion

Instituts für Numismatik und Geldgeschichte
2.7.-6.7. und 15.7.-18.7.2019

Auch in diesem Jahr fanden sich zwei Dozenten (Mag.Martin Baer und Dr. Simone Killen) und vier Studierende (Nikolaus Aue, David Burisch, Sebastian Gradauer, Kana Totsuka) bei uns in Heiligenkreuz ein, um die Münzsammlung aufzuarbeiten. Schwerpunkt der Arbeit waren die antiken griechischen Münzen der Hauptsammlung. Dabei wurden Bestimmungen makedonischer, italischer, kleinasiatischer und ptolemäischer Münzen vorgenommen und in die Datenbank eingefügt.
Circa 1700 Münzen wurden fotografisch erfaßt.


Segnung des Musikarchives

am 5.4.2019
durch Prälat Abt Dr. Maximilian Heim OCist

Eine erlauchte Schar von Festgästen hat sich zur Segnung und Eröffnung des Musikarchives im Stift Heiligenkreuz eingefunden. Aus Wissenschaft und Forschung, Kunst- und Handwerksbereich kamen die Geladenen, um sich mit dem Abt, Mitbrüdern, und Freunden des Hauses diese historische Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Klösterliche Hausmusik unter Leitung von Renate Weninger in Form eines Dreigesgangs mit Harfe hat die Feierstunde zu einem wirklichen Erlebnis werden lassen. Mag. Anton Holzapfel (dolce risonanza) hat das Archiv als langjähringer Kenner und Nutzer vorgestellt. Hier einige Impressionen:  Video


„Lebendiges“ Musikarchiv Stift Heiligenkreuz
„Rebay und seine Wegbegleiter“ könnte man das Konzert im
Wiener Alten Rathaus am 20. März umschreiben
Benefizkonzert für das neu gegründete Zisterzienser-Kloster in Sri Lanka.

P.  Roman Nägele OCist, Kustos der Musiksammlung in Stift Heiligenkreuz, und Rebay-Forscherin Dr. Maria Gelew haben das Ziel, Ferdinand Rebays Werke (sein Nachlass befindet sich in Heiligenkreuz) wieder in Erinnerung zu bringen. Das Ziel ist ein „lebendiges“ Musikarchiv: so viel wie möglich von dem, was sich darin an Musikmaterial befindet, soll auch zu Gehör gebracht werden.Das vielfältige Programm machte mit zahlreichen Raritäten bekannt:
Grundlage für Ferdinand Rebays (1880-1953) musikalische Ausbildung war seine Sängerknabenzeit in Stift Heiligenkreuz durch P. Stephan Pfeiffer OCist und den Stiftsorganisten Hans Fink.In Wien setzte er seine Ausbildung unter anderem bei Eusebius Mandyczewski fort, der auch Hans Gal unterrichtete, und schloss sie bei Robert Fuchs ab, der auch Lehrer von Alexander Zemlinsky war.Spannend war es Werke dieser Komponisten zu einem Gesamtbild zusammengefügt zu hören:
Robert Fuchs (1847-1927) machte den Anfang, aus den „Sechs Fantasiestücken“ op. 117 brachten Robert Bauerstatter (Viola) und Srebra Gelleva die Abschnitte 1, 3 und 4 ausdrucksstark vom „Ländler-Tempo“ bis zum „Andante sostenuto con espressione“ zum Klingen.Ganz anders dann die „Walzer-Gesänge“ Op. 6 von Alexander Zemlinsky (Texte: F. Gregorovius). Begleitet von Maria Gelew sang Kaori Tomiyama (Mezzosopran) und vermittelte die Stimmung der zugrunde liegenden Volkslieder aus der Toskana.Emil Nikolaus von Reznicek ist ja hauptsächlich durch die Ouverture zu „Donna Diana“ bekannt, seine anderen Werke sollen nun auch wieder ans Tageslicht kommen, darunter gibt es einige mit „kleiner Besetzung, so die „Zwei Phantasiestücke“ für Klavier, von denen Srebra Gelleva mit dem Notturno Nr. 1 bekannt machte – eine Entdeckung! Mit Hans Gals Divertimento Op. 86c für 2 Flöten, gespielt von den für Rebay-Wiederentdeckungen bewährten und beliebten Musikern Chia-Ling Renner-Liao und Wolfgang Renner (Flöten) und Armin Egger (Gitarre), führte direkt zu Rebay, der besonders schöne Werke für Flöte(n) und Gitarre(n) komponierte, etwa die „Variationen über ein Thema von Mozart für Flöte und Gitarre“, äußerst schöne Variationen mit zahlreichen Effekten, mit denen C.-L Renner-Liao und Armin Egger verblüfften.Mit Rebay-Variationen ging es weiter, denen über das „Weihnachts-Wiegenlied“ seines Lehrers Eusebius Mandyczewski mit markanten Passagen, bei denen die Vorzüge jedes Instrumentes zur Geltung kommen (W. Renner/Flöte, R. Bauerstatter/Viola, A. Egger/Gitarre, S. Gelleva /Klavier)Einen Höhepunkt des Abends stellten sechs Rebay-Lieder (eigene Texte und von Hermann Löns) dar, Jeannie Mayr (Sopran) sang und gestaltete sie, von tieftraurig (Löns: Der Rosenstock) bis kokett-witzig (Löns: Das Geheimnis) überzeugt sie mit jeder Emotion.Rebay hat neben anderen (etwa dem Donauwalzer) auch Johann Strauß´ “Kaiser-Walzer“ bearbeitet und setzt für die Instrumente (2 Flöten, Gitarre und Klavier) verblüffende Akzente, Zither setzte er keine ein, wenn es auch manchmal so klingt.Gute Stimmung im Publikum, in der Pause gabs noch Grammelschmalz-Häppchen und Wein, sowie gute Gespräche – über Musik und über das Zisterzienser-Kloster in Sri Lanka, das P. Wolfgang Buchmüller OCist vorstellte.
Bericht in NÖN-Online /  siehe auch: Mein Bezirk
     P. Dr. Wolfgang Buchmüller mit der Zisterziensergemeinschaft in Sri Lanka

Werkshop für Musikarchivarinnen und Musikarchivare

im Stift Melk 1./2.3.2019
Das Referat für die Kulturgüter der Orden Österreichs hatte ein sehr informatives Programm geboten.

Weitere Infos: hier


DAKTYLIOTHEK

Erste Sichtung durch
ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang Szaivert
22. Februar 2019

Daktyliotheken sind Sammlungen von (zumeist) Gipsabdrücken von Gemmen und geschnittenen Steinen. Es handelt sich um kleinere und/oder größere Sammlungen auf Laden montiert und meist in Schachteln oder gar Buchhüllen gepackt. Sie beginnen um die Mitte des 17. Jahrhunderts und dienten vornehmlich als Anschauungsmaterial für das Studium bzw. Verständnis antiker Mythologie und Geschichte. Siehe auch https://thue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=1032. So hat auch Goethe so etwas besessen. Solche Sammlungen gehörten zur Standardausrüstung einer guten Bibliothek.


WienerDomMuseum
Sonderausstellung
Zeig mir deine Wunde
20.09.2018 bis 25.08.2019

Das Stift Heiligenkreuz beteiligt sich mit drei Exponaten aus dem Stiftsmuseum

Exklusivführung mit Frau Direktorin Dr. Johanna Schwanberg
12.2.2019
Impressionen


Musikarchiv in neuer Umgebung

Im Musikarchiv des Stiftes Heiligenkreuz befinden sich Dokumente zum klösterlichen Musikleben. Hier werden die musikalischen Raritäten der Stiftskirche und von Komponisten einiger Diözesanpfarreien aufbewahrt. Besonders hervorzuheben sind Notationen von Komponisten, die eine persönliche oder berufliche Bindung an das Stift hatten: Georg Reutter, Johann Georg Albrechtsberger, P. Clemens Scheupflug OCist, Johann Ritter von Herbeck, Ambros Rieder, Hans Fink, Ferdinad Rebay u.a. Neben den papierenen Notenmaterialien gibt es auch eine Reihe von Tonwiedergabegeräten aus verschiedenen Jahrzehnten, zum Beispiel ein alter Musikschrank und ein Grammophon aus dem Jahr 1937..

Der Bestand ist seit Jahrzehnten zum ersten Mal wiederum in einem adaptierten Raum zusammengeführt. Das Notenmaterial ist vollständig mit einem Zettelkatalog erschlossen und wird laufend ergänzt. Die handschriftlichen und gedruckten Exemplare aus der Zeit vom beginnenden 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts können im Bestand eruiert werden und sind nach internationalen Standards in die RISM-Datenbank (Répertoire International des Sources Musicales – Internationales Quellenlexikon der Musik) aufgenommen worden. RISM ist das größte global arbeitende Unternehmen zur Dokumentation musikalischer Quellen in Schriftform, mit regionalen Arbeitsstellen in über 30 Ländern der Welt. Die Zentrale befindet sich in Frankfurt am Main. Die Daten sind über RISM abrufbar (RISM-Sigel A-HE).



 

Handschriften

Hebräische Fragmente in Österreich
Stift Heiligenkreuz


Neuzugang bei den Inkunabeln und Alten Drucken!

Ein Druck des Missale Augustense aus dem 16. Jahrhundert

Wie schon von P. Moses Hamm ausführlich in der Zeitschrift Sancta Crux berichtet, vermachte 2016 der Pfarrer in Ruhe Willi Heinrich Knapp dem Stift Heiligenkreuz ein Missale aus dem 16. Jahrhundert. Das 1555 von Sebald Mayer in Dillingen gedruckte Buch ist mit Holzschnitten von Matthias Gerung ausgestattet (VD16 M 5556).

Von besonderem Interesse bei diesem unvollständigen Exemplar (es fehlt der Römische Canon – bei durchgehender Folierung) ist die Widmung am Innendeckelspiegel, die hier deshalb noch einmal vollständig abgebildet werden soll. Das von einem illusionistischen Rahmen umgebene Blatt zeigt unter der Jahreszahl 1591 zwei große farbige Wappen. Links steht das Wappen des Caspar von Berndorff zu Pähl und Steinbach, rechts das Wappen seiner Ehefrau Anna von Berndorf, geborene Anna von Gumppenberg. Beide Wappen finden sich auch auf der Grabplatte der Ehegatten in der Pfarrkirche St. Laurentius in Pähl (Oberbayern). Der 1589 gestorbene Caspar von Berndorff war Kammermeister am Münchner Hof.

Die Widmung im Heiligenkreuzer Missale gibt nun Auskunft über das weitere Leben der Anna von Berndorf. Zwei Jahre nach dem Tod Ihres Ehemanns wohnte die Witwe „im fürstlichen panmarkht zu Diessen“ (Dießen am Ammersee in Oberbayern). Dort vermachte sie am 25. April 1591 das Missale dem „gotzhaus zum gotsakher“ (wohl die Friedhofskirche St. Johann). In der stark fehlerhaften Grabinschrift in Pähl wird Annas Sterbejahr mit 1692, wahrscheinlich richtig 1592, angegeben. Ihr Sterbeort wird mit dem in der Edition der Inschriften der Pfarrkirche Pähl nicht lokalisierten „Bairdtisten(n)“ ausgewiesen. Dabei könnte es sich um eine verballhornte Form von „Bayerdießen“ handeln, einer alten Bezeichnung für Dießen am Ammersee.

Die Heiligenkreuzer Neuerwerbung ist damit nicht nur eine wertvolle Erweiterung des Bibliotheksbestands, sondern auch eine Quelle für die bayerische Landesgeschichte.

Gedruckter Artikel
Moses Hamm, Ein Augsburger Messbuch von 1555, in: Sancta Crux 77 (2016) 72-76.

Link

Edition der Grabinschrift:

Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau. Gesammelt und bearbeitet von Manfred Merk (Die Deutschen Inschriften Bd. 84, Wiesbaden 2012) Nr. 194, online. Dort auch weiterführende Literatur zu den Personen.


Fortschritte bei der Aufarbeitung der Münzsammlung

Studierende der Wiener Universität am Institutes für Numismatik und Geldgeschichte unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Wolters haben das dritte Jahr in Folge ein Projekt, das ‚Licht ins Dunkel‘ unserer Münzsammlung bringt. Die letzten beiden Jahre wurde die Sammlung des Stiftes Neukloster geordnet und eine wissenschaftliche Datenbank angelegt. Heuer nehmen die Wissenschaftler die Sammlung des Stiftes Heiligenkreuz ‚unter die Lupe‘. Für die an diesem Projekt Beteiligten ist es ein neue Erfahrung, in einem geschichtsträchtigen Haus wie das Unsere historische Münzen zu sichten und zu ordnen. Ziel ist peu a peu ein Gesamtverzeichnis  zu erstellen, das in der Folge über das Medium Internet für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht werden wird.
Foto: Prof. Wolters mit seinen Numismatikstudenten bei der Arbeit an der Münzsammlung des Stiftes Heiligenkreuz.


Heiligenkreuzer Fotoalbum
von P. Dr. Meinrad Tomann OCist