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5. Juli 2020
14. Sonntag im Jahreskreis (A)
Matthäus 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; …
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig; …


Weiterführung der Arbeit in der Münzsammlung
Institut für Numismatik und Geldgeschichte
Uni Wien

Seit einigen Jahren begibt sich das Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien mit einer Gruppe von Studierenden zum Stift Heiligenkreuz, um dort an der reichlich bestückten Münzsammlung zu arbeiten. Die Studierenden konnten dabei bisher viele praktische Erfahrungen sammeln, indem sie zusammen mit Lehrenden die Münzsammlung des Stiftes wissenschaftlich betreuten.

Aufgrund der Situation der letzten Monate konnte eine diesjährige Exkursion mit Studierenden leider nicht stattfinden. Damit die Arbeit an der Münzsammlung jedoch weitergeführt werden kann, begaben sich die beiden Universitätsassistenten Martin Baer und David Weidgenannt zum Stift Heiligenkreuz, um innerhalb von 4 Tagen die Münzen der Römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) zu dokumentieren, indem sie abfotografiert und die technischen Daten aufgenommen wurden. Dabei entstanden mehr als 1.100 Fotos, die nun den Studierenden zur Verfügung gestellt werden sollen, damit sie die Münzen in einer Datenbank beschreiben und bestimmen können. Es ist geplant, diese Münzdatenbank in naher Zukunft online frei zugänglich zu machen und somit für weitere wissenschaftliche Auseinandersetzungen zur Verfügung zu stellen.


Instandsetzungsarbeiten
Gerd Steinmüller

Herr Gerd Steinmüller aus Korneuburg hat für unser Haus 4 Behältnisse (Futteral) für Altargeräte saniert. Hauptarbeit war die Instandsetzung von einem Hausaltärchen. Diese ‚Wanddekoration‘ (Hängevorrichtung) ist mittels Laubsäge  künstlerisch gefertigt. Einzelne Teile mußten nachgeschnitzt und ergänzt werden. Der an der Rückwand angebrachte Stoffbezug ist neu. Wir werden dem Kunstwerk des uns unbekannten Künstlers einen schönen sinnhaften Platz geben.


Geistliches Quartett

Zum Silbernen Priesterjubiläum von P. Mag. Ferdinand Zwettler OCist wurde ihm am Hochfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers (Weihetag), dem 24.06.2020 im Salon der Prälatur gratuliert. Vier Mitbrüder spielten auf ihren Instrumenten klassische Musik. Zu Beginn wurde aus dem Menuett Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald von Gluck gespielt. Den Schluß bildete das Andante grazioso von W.A. Mozart. Im Bild: P. Moses Hamm OCist: Oboe; Fr. Johannes Paul Suchy OSB aus Maria Roggendorf: Cello; P. Tarcisius Sztubitz OCist Klarinette; Fr. Anastasius Erling OCist: Fagott.


Dr. Christoph Egger, Assistenzprofessor (mittelalterliche Geschichte und historische Hilfwissenschaften) am Institut für Österreichische Geschichtsforschung (Universität Wien), untersucht zur Zeit in unserer Handschriftenkammer mittelalterliche Folianten. Der Zugang zu den Handschriften kann für Wissenschaftler per Email über P. Roman Nägele OCist [p.roman@stift-heiligenkreuz.at] organisiert werden.


Juni – Herz Jesu Monat

„Dein Herz, o milder Jesus, ist verwundet, damit wir darin verweilen können.“
(Hl. Bonaventura)

… Drum geloben wir aufs Neue, Jesu Herz dir ew’ge Treue …

Die Herz Jesu Verehrung (Tradition) ist in den Österreichischen Landen fest im Volk verankert. So hat z.B. das Land Tirol am 1. Juni 1796 den feierlichen Bund mit dem göttlichen Herzen Jesu geschlossen.

Geistliche Ausstrahlung

Glaube und Frömmigkeit haben zu allen Zeiten auch einen sichtbaren Ausdruck in den Werken der sakralen Kunst gefunden. Pompeo Batoni (1708-1787) schuf für die Kirche Il Gesu in Rom das hier in einer Kopie gezeigte Herz Jesu Bild. Auf diese Weise sind oft große Kunstwerke geschaffen worden. Das gilt im allgemeinen auch für die Herz-Jesu-Darstellungen.


Blumenschmuck für das Fronleichnamsfest in Heiligenkreuz

Frau Steffi Buger / Frater Korbinian OCist / Frater Anastasius OCist und Kandidat David


Falkenküken werden versorgt
(Photo: Elisabeth Fürst)

Jung-Falken / Falkenküken / verbringen ihre Kindheit in einer Nische der romanischen Westfassade der Stiftskirche Heiligenkreuz. Spannend werden die ersten Flugversuche.


Stickereien adeliger (Damen) Nonnen

Peter Wiesflecker schreibt in seinem Artikel: Brautkleid – Schleier – Kasel … über die Geschichte der Stickereien in Klöstern und Schlössern. Dabei liegt sein Hauptgewicht bei den textilen Erzeugnissen von (adeligen) Nonnen in ihren Klöstern. Es geht auch um klösterliche Traditionen, wie z.B. Einkleidungen in Frauenklöstern (Waldsassen). In unserer Kunstsammlung können wir auf zwei textile Kunstwerke verweisen, an denen Kaiserin Maria Theresia mitgearbeitet hat. Es handelt sich zum einen um einen Thronus aus dem Jahr 1741. Dieser ist das erste Geschenk der Kaiserin an das Stift Heiligenkreuz nach ihrem  Regierungsantritt in den österreichischen Erbländern. In der Sakristei wird eine Kasel aus dem 1. Drittel des 18. Jh. aufbewahrt, an der die Kaiserin am Füllhorn mitgearbeitet hat.


Stil-Epochen begegnen einander
Musik in der Stiftskirche

In der romanisch-gotischen Stiftskirche der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz erklingt nach zisterziensisch-benediktinischer Tradition Gregoriansicher Choral.
Zum Hochfest Christi Himmelfahrt 2020 und bei der II. Vesper zum Hohen Pfingstfest bereicherte beim Vespergottesdienst Renaissance- und Barockmusik die abendliche Liturgie.
Zum Einzug des Herrn Abtes mit seiner Assistenz kam „Gaillarde de la Guerre“ von Claude Gervaise (1520-1560) und zum Auszug die „Sinfonia Instrumentale & Gavotte“ [aus der Oper: Atalanta] von Georg Friedrich Händel (1685-1759) zur Aufführung. Auf der Kober-Orgel aus dem Jahr 1804 musizierte Pater Tarcisius Sztubitz OCist. Frater Anastasius Erling OCist spielte das Fagott und unser Kandidat Herr Jonas Uhl blies die Trompete.
Auf diese Weise kann unser romanisch-gotischer Kirchenraum, der die Jahrhunderte überstanden hat, mit Klängen großer Meister erfüllt werden.
Wir vereinen somit die verschiedenen Jahrhunderte in unserem Haus zu einem einzigen Lob Gottes.


Die Lilie
als mittelalterliche Glaskunst und Schmuck für die Kirche

Im gotischen Hallenchor der Stiftskirche Heiligenkreuz befinden sich in den beiden Flankenfenster, also jene zu Seiten des Mittelfensters, im Maßwerkdreipass jeweils überdimensionale große Dreipassöffnungen, die mit monumentalen Lilienornamenten geschmückt sind. Dieses an dieser prominenten Stelle verwendete Motiv geht über die allgemeine Mariensymbolik hinaus und hat auch eine heraldisch-ikonographische Bedeutung. Auch hat das Mutterkloster von Heiligenkreuz, Morimond, als auch die einzige babenbergische Tochtergründung, Lilienfeld, Lilien im Stiftswappen. Dieses Lilien deuten auf die zisterziensische Filiation hin, was wiederum ein deutlicher Bezug zu den Babenbergern herstellt. Otto von Freising ist der spirituelle Gründerabt von Morimond und Leopold VI. gründete Lilienfeld. Diese Lilien stellen also eine Rückbesinnung auf das Gründergeschlecht der Babenberger im ausgehenden 13. Jahrhundert in Stift Heiligenkreuz dar.

Frau Steffi Buger und Frater Korbinian OCist organisieren und fertigen den Blumenschmuck für die Stiftskirche Heiligenkreuz. Fr. Buger aus der Stiftspfarre Heiligenkreuz arbeitet ehrenamtlich bei hohen Festtagen in unserer Sakristei. Beide sind großartige Fleuristen.
Ihnen und der ungenannten Spenderin der Blumen ist aufrichtig zu danken.


Handschriftenforschung

Dr. Franz Lackner, Handschriftenforscher, ehemaliger Mitarbeiter der OeAW, arbeitet nach der Corona-Krise wieder in der Handschriftenkammer.

Derzeit erfolgt die kodikologische und inhaltliche Beschreibung der Handschriften des 3. Viertels des 12. Jahrhunderts. Diese Beschreibung erfolgt im Rahmen der Neukatalogisierung der Handschriften des 12. Jh., deren Gesamtzahl sich auf ca. 110 Handschriften beläuft. Hier sind die Handschriften aus dem Bücherverzeichnis (Cod. 205) des Abtes Gottschalk (Erster Abt von Heiligenkreuz) mitinbegriffen. Paralell dazu erfolgt die breit angelegte Studie zum Scriptorium durch Dr. Alois Haidinger, deren Ergebnisse auf www.scriptoria.at präsentiert werden. Derzeit werden die Digitalisate der Handschriften aus dem Gottschalk-Katalog durch Dr. Haidinger suggzesive auf scriptoria.at zugänglich gemacht.


6. Internationale Musikakademie Ferdinand Rebay
Stift Heiligenkreuz vom 26.8. bis 30.8.2020

Akademie Rebay FOLDER


Restaurierung des Gipsmodells
Putti tragen eine Laterne (Vorlage: Giovanni Giuliani)
Hyrtl’sches Waisenhaus Mödling
Werkstatt des Restaurators Heinz Meisnitzer


Giovanni Giuliani
Gipsmodell im Hyrtl’sches Waisenhaus Mödling wird restauriert
Leitung: Restaurator Heinz Meisnitzer
Besichtigung des Originals in Heiligenkreuz am 10.03.2020


Treffen der Vorarlberg-Fahrer [2019] am 28.2.2020
Rückblick mit Vorarlberger Käsknöpfle – Essen
in Wien II


Talismanisches Hemd
im Stift Neukloster zu Wiener Neustadt

Literaturhinweis: Runkel Johanna, Diss. S. 157-160, Wien 2019


Handbuch zur Pflege kirchlicher Kunst- und Kulturgüter
SCHÖNE KIRCHE
Präsentation: 6. März 2020 – auf der Monumento Salzburg 2020

Dieses Buch wurde im Auftrag und mit Unterstützung durch die Österreichische Bischofskonferenz, Diözesanbischof Hermann Glettler, Referatsbischof für Kunst und Kultur sowie Denkmalschtuz, und den Ordensgemeinschaften Österreichs, Erzabt Korbinian Birnbacher OSB, Vorsitzender der Österreichischen Ordenskonferenz, herausgegeben. Karin Mayer, Leiterin des Referates für die Kulturgüter der Orden, vertrat bei der Buchpräsentation die Verantwortlichen für die Kulturgüter der Ordensgemeinschaften Österreichs.


Herbeck-Messe aus dem Heiligenkreuzer Musikarchiv

Samstag, 14. März 2020
ABGESAGT

Herzliche Einladung zu einer Rarität aus dem Musikarchiv des Stiftes Heiligenkreuz.
Herbeck war Sängerknabe in Stift Heiligenkreuz.
Seine Messe in F-Dur befindet sich im Musikarchiv des Stiftes und wird nun seit langer Zeit zum ersten Mal
von Ayako Bungyoku wieder zur Aufführung gebracht.

Johann Ritter von Herbeck (1831 – 1877) Messe in F-Dur (Chorkonzert)

Chor der Markuskirche und Capella Oratoriana (St. Rochus)
Orgel: Karl-Johannes Vsedni
Leitung: Ayako Bungyoku


Das war die Kustodenführung am 1. Fastensonntag
1. März 2020 [Josefsmonat]
Darstellungen des hl. Josef im Stiftsmuseum Heiligenkreuz


RETTUNG EINES KULTURSCHATZES
Schubert-Hammerflügel

Stift Heiligenkreuz

Der Schubert-Hammerflügel im Museum des Stiftes Heiligenkreuz stammt von Michael Rosenberger, einem Klavierbauer aus Franken (*1766-1832).

Fachleute, wie Dr. Beatrix Darmstädter und Dr. Alfons Huber vom KHM Wien (Sammlung alter Musikinstrumente) und der namhafte Restaurator für Hammerklaviere Robert Brown (Oberndorf) bestätigen den „weitgehend unangetasteten Originalzustand“ (Darmstädter).
Es handelt sich „um eines der ganz wenigen wertvollen fast unberührten Hammerflügel der Biedermeierzeit (Huber)

Der Schubert-Hammerflügel ist eines der wertvollsten Musikinstrumente seiner Zeit und ein Juwel von Stift Heiligenkreuz. Mit der Registernummer 6 des weltbekannten Rosenberger-Klavier-Produzenten in Wien dokumentiert sich dieses Instrument als einzigartig.

Das Klangerlebnis des Schubert-Hammerflügels ist unvergleichbar, weil es authentisch den Biedermeierklang wiedergibt.
Der Schubert-Hammerflügel des Stiftes Heiligenkreuz war das Lieblingsinstrument des Komponisten Franz Schubert.
Dieses Instrument hat Franz Schubert wegen seines Klangerlebnisses geliebt. So ist heute das Spielen und Hören des Schubert-Hammerflügels ein besonderes, exklusives Erlebnis.

Das edle Instrument muß dringend restauriert werden. Die besten Spezialisten werden herangezogen, um es für die Nachwelt zu erhalten. (14.02.2020)


Gestohlener Engel von Giovanni Giuliani kehrt nach Heiligenkreuz zurück

ehem. in der Pfarrkirche von Gaaden
‚Neuzugang‘ im Stiftsmuseum

Am Montag, dem 10.2.2020, wurde von der Kriminalpolizei Mödling der am 21. Mai 2003 aus der Pfarrkirche Gaaden (Stiftspfarre von Heiligenkreuz) entwendete Engel von Giovanni Giuliani dem Stift Heiligenkreuz rückgestellt.

Der Anfang der 21. Jh. aus der Pfarrkirche Gaaden gestohlene Engel wurde im Kunsthandel in Wien sichergestellt und nun dem rechtmäßigen Besitzer wieder zurückgegeben. Durch unsachgemäße Verwahrung in den vergangenen Monaten sind Oberflächenschäden entstanden, die durch den Restaurator Franz Hobl behoben werden müssen. In der Folge wird die Skulptur im Stiftsmuseum Heiligenkreuz einen adäquaten Platz erhalten. Wir freuen uns über die Rückgabe und sohin über den ‚Neuzugang‘. (10.02.2020)


Schätze ins Schaufenster

Stift Neukloster – Wiener Neustadt
Stiftssammlungen

Die Kunst- und Wunderkammer des Neuklosters war im Rahmen der Niederösterreichischen Landesausstellung „Welt in Bewegung“ zu sehen. In einer Kunst- und Wunderkammer werden unterschiedlichste Objekte gezeigt, um ein Abbild der Welt im Kleinen darzustellen. Solche Schätze waren in ganz Europa an Fürstenhöfen und in Klöstern vorhanden – so auch im Stift Neukloster.
Im Neukloster wurden sowohl die Paramentenkammer neu eingerichtet als auch ein Gemäldedepot, ein Objektdepot und ein neuer Ausstellungsraum für eine einzigartige Kunst- und Wunderkammer geplant und umgesetzt. Die Inventarisierung und Präsentation der Objekte, die zuvor nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren, waren eines der Kernthemen des Projekts. Insgesamt wurden Sammlungsbestände von rund 5.100 Objekten bearbeitet.
Die Sammlung umfasst sowohl prunkvolle Kunstkammerobjekte als auch einzigartige Erinnerungsstücke an geschichtliche Ereignisse: ca. 4700 Einzelstücke, davon 1000 Kunstkammerobjekte, 200 Gemälde und 3500 Steine und Muscheln. Der Großteil der Bestände wurde in der Blütezeit des Klosters zwischen 1740 und 1801 angeschafft. So bietet sich ein wichtiges Dokument des barocken Sammelns im 18. Jahrhundert und der Klostergeschichte dar. Darüber hinaus ist die Sammlung ein wertvolles kultur- und naturkundliches Erbe der Region und des Landes Niederösterreich.
Die fachkundigen Arbeiten im Rahmen dieser Depotoffensive wurden von
Lehrenden und Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien durchgeführt. Die Gesamtleitung hatte o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gabriela Krist, Vorständin des Instituts für Konservierung und Restaurierung an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Altes und Schönes in Kaisers Tafelstube
Adventmarkt im Stift Heiligenkreuz 14.12.2019


Gotische Glaskunst aus dem Stift Neukloster

Die im Stiftsmuseum Heiligenkreuz verwahrten Bruderschaftsscheiben (Herkunft: Sterzing) aus dem Stift Neukloster in Wiener Neustadt mit Madonna und Kind, dem heiligen Jakobus dem Älteren, dem Stifterpaar und der dazugehörenden Wappenscheibe sind in einem Artikel im Corpus Vitrearum Medii Aevi (Österreich Band IV) beschrieben. Fr. Eugenius Lersch OCist hat ein Exzerpt erstellt. Jakobusbruderschaften könnten sich für die „Jakobusscheibe“ interessieren.


Glasfenster im neuen Meditationsraum
Kurhaus Marienkron
von P. Raphael Statt OCist

„Beim Betrachten der ursprünglichen Raumsituation des Meditationsraumes kam mir spontan die Idee, eine grüne Wellenbewegung durch alle vier Fenster fluten zu lassen.

Es sollte ein saftiges, ja leuchtendes Grün sein, wie wir es in der Natur […] finden.

Denn mein Anliegen war es, bei der Gestaltung der Fenster ganz aus der Natur zu schöpfen – und den Blick des Betrachters in die Natur schweifen zu lassen. Auch das Heilungsprogramm des Kurhauses schöpft aus den Elementen der Natur.“

 


Musikarchiv

Der historische Komponisten-Zettelkatalog im Musikarchiv wurde in neu angefertigten Mappen untergebracht. Besonders hervorzuheben sind die goldfarbenen Buchstaben, die Herr Erich Unterpertinger auf den Rücken der von ihm gemachten Mappen angebracht hat. Herr Erich arbeitet in seiner Pension ehrenamtlich in der Buchbinderei.

 

Archivboxen

Die Kompositionen von Ferdinand Rebay sind während der Sichtungsarbeiten in säurefreien Kartonboxen eingeordnet worden. Eine Spezialfirma in Deutschland (Schempp) hat die Boxen geliefert.
Gleichzeitig mit dem Werkzeichnis, das online über RISM aufgerufen werden kann, wurde ein analoger Zettelkatalog erstellt.


Hochfest des hl. Leopold in Heiligenkreuz

Musikalische Gestaltung:
Kirchenmusikverein St. Ulrich / Wien VII
Leitung: Robert Fontane

Im Anschluß an das Pontifikalamt lud P. Roman zu einer Kustodenführung ins Stiftsmuseum ein. Dem Feiertag entsprechend präsentierte er Darstellungen des hl. Leopold (siehe z.B. Bild 5 v.l.n.r.). In der Führung wurden Werke von Altomonte, Giuliani und der Fuchsmagenteppich vorgestellt.


Giovanni Giuliani – Fund am Dachboden – Mödling

Prof. Walter Jirka findet in einer Schule in Mödling Modelle von Giovanni Giuliani auf dem Dachboden. Sie entsprechen den am Waisenhausfriedhof in Mödling befindlichen Putti. Bezirksblatt und NÖN berichten über diesen Fund am Dachboden.

 

NÖN
Bezirksblatt


Handschriftenkunde und Buchwesen

Lehrveranstaltung der Universität Wien [Insitut für Österreichische Geschichtsforschung]
zu Besuch in der Handschriftenkammer > 9.11.2019
Leitung:
Ass.-Prof. Mag. Dr. Christoph Egger und Mag. Dr. Katharina Kaska [ÖNB]

Am 9.11.d.J. besuchte die Lehrveranstaltung Handschriftenkunde des MA Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft die Handschriftensammlung von Heiligenkreuz. Die Studierenden lernten anhand der Heiligenkreuzer Handschriften und mittelalterlichen Bücherlisten über die Geschichte einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosterbibliotheken Österreichs und konnten praktische Erfahrung für die Beschreibung und Katalogisierung von Handschriften sammeln.

 


ZU SCHADE ZUM WEGWERFEN

und doch im Weg
SCHAFFEN SIE PLATZ
und helfen Sie uns!

Wir brauchen
„ALTES und SCHÖNES“
für unseren jährlichen HEILIGENKREUZER ADVENTMARKT
(am Samstag vor dem 3. Adventsonntag, heuer am 14. Dezember 2019)
Wir freuen uns über GLAS, PORZELLAN, Geschirr, Vasen, Deko-Artikel uvm.
Abgeben können Sie die Sachen an der Pforte des Stiftes Heiligenkreuz
Organisation: P. Roman
Tel. 0043-2258-8703-166 (Mo – Fr 8.00-11.00)

Die Gegenstände können auch schon jetzt übergeben werden.

Was Sie uns bitte NICHT bringen: Gewand, Elektrogeräte, Möbel, …und alles, was Käufer nicht tragen können …
wenn Sie unsicher sind, was wir brauchen können:
EINFACH ANFRAGEN!
p.roman@stift-heiligenkreuz.at
0664-6523838


Exkursion

Instituts für Numismatik und Geldgeschichte
2.7.-6.7. und 15.7.-18.7.2019

Auch in diesem Jahr fanden sich zwei Dozenten (Mag.Martin Baer und Dr. Simone Killen) und vier Studierende (Nikolaus Aue, David Burisch, Sebastian Gradauer, Kana Totsuka) bei uns in Heiligenkreuz ein, um die Münzsammlung aufzuarbeiten. Schwerpunkt der Arbeit waren die antiken griechischen Münzen der Hauptsammlung. Dabei wurden Bestimmungen makedonischer, italischer, kleinasiatischer und ptolemäischer Münzen vorgenommen und in die Datenbank eingefügt.
Circa 1700 Münzen wurden fotografisch erfaßt.


Werkshop für Musikarchivarinnen und Musikarchivare

im Stift Melk 1./2.3.2019
Das Referat für die Kulturgüter der Orden Österreichs hatte ein sehr informatives Programm geboten.

Weitere Infos: hier


DAKTYLIOTHEK

Erste Sichtung durch
ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang Szaivert
22. Februar 2019

Daktyliotheken sind Sammlungen von (zumeist) Gipsabdrücken von Gemmen und geschnittenen Steinen. Es handelt sich um kleinere und/oder größere Sammlungen auf Laden montiert und meist in Schachteln oder gar Buchhüllen gepackt. Sie beginnen um die Mitte des 17. Jahrhunderts und dienten vornehmlich als Anschauungsmaterial für das Studium bzw. Verständnis antiker Mythologie und Geschichte. Siehe auch https://thue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=1032. So hat auch Goethe so etwas besessen. Solche Sammlungen gehörten zur Standardausrüstung einer guten Bibliothek.


WienerDomMuseum
Sonderausstellung
Zeig mir deine Wunde
20.09.2018 bis 25.08.2019

Das Stift Heiligenkreuz beteiligt sich mit drei Exponaten aus dem Stiftsmuseum

Exklusivführung mit Frau Direktorin Dr. Johanna Schwanberg
12.2.2019
Impressionen


Altes und Schönes 2019


 

Handschriften

Hebräische Fragmente in Österreich
Stift Heiligenkreuz


Neuzugang bei den Inkunabeln und Alten Drucken!

Ein Druck des Missale Augustense aus dem 16. Jahrhundert

Wie schon von P. Moses Hamm ausführlich in der Zeitschrift Sancta Crux berichtet, vermachte 2016 der Pfarrer in Ruhe Willi Heinrich Knapp dem Stift Heiligenkreuz ein Missale aus dem 16. Jahrhundert. Das 1555 von Sebald Mayer in Dillingen gedruckte Buch ist mit Holzschnitten von Matthias Gerung ausgestattet (VD16 M 5556).

Von besonderem Interesse bei diesem unvollständigen Exemplar (es fehlt der Römische Canon – bei durchgehender Folierung) ist die Widmung am Innendeckelspiegel, die hier deshalb noch einmal vollständig abgebildet werden soll. Das von einem illusionistischen Rahmen umgebene Blatt zeigt unter der Jahreszahl 1591 zwei große farbige Wappen. Links steht das Wappen des Caspar von Berndorff zu Pähl und Steinbach, rechts das Wappen seiner Ehefrau Anna von Berndorf, geborene Anna von Gumppenberg. Beide Wappen finden sich auch auf der Grabplatte der Ehegatten in der Pfarrkirche St. Laurentius in Pähl (Oberbayern). Der 1589 gestorbene Caspar von Berndorff war Kammermeister am Münchner Hof.

Die Widmung im Heiligenkreuzer Missale gibt nun Auskunft über das weitere Leben der Anna von Berndorf. Zwei Jahre nach dem Tod Ihres Ehemanns wohnte die Witwe „im fürstlichen panmarkht zu Diessen“ (Dießen am Ammersee in Oberbayern). Dort vermachte sie am 25. April 1591 das Missale dem „gotzhaus zum gotsakher“ (wohl die Friedhofskirche St. Johann). In der stark fehlerhaften Grabinschrift in Pähl wird Annas Sterbejahr mit 1692, wahrscheinlich richtig 1592, angegeben. Ihr Sterbeort wird mit dem in der Edition der Inschriften der Pfarrkirche Pähl nicht lokalisierten „Bairdtisten(n)“ ausgewiesen. Dabei könnte es sich um eine verballhornte Form von „Bayerdießen“ handeln, einer alten Bezeichnung für Dießen am Ammersee.

Die Heiligenkreuzer Neuerwerbung ist damit nicht nur eine wertvolle Erweiterung des Bibliotheksbestands, sondern auch eine Quelle für die bayerische Landesgeschichte.

Gedruckter Artikel
Moses Hamm, Ein Augsburger Messbuch von 1555, in: Sancta Crux 77 (2016) 72-76.

Link

Edition der Grabinschrift:

Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau. Gesammelt und bearbeitet von Manfred Merk (Die Deutschen Inschriften Bd. 84, Wiesbaden 2012) Nr. 194, online. Dort auch weiterführende Literatur zu den Personen.


Fortschritte bei der Aufarbeitung der Münzsammlung

Studierende der Wiener Universität am Institutes für Numismatik und Geldgeschichte unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Wolters haben das dritte Jahr in Folge ein Projekt, das ‚Licht ins Dunkel‘ unserer Münzsammlung bringt. Die letzten beiden Jahre wurde die Sammlung des Stiftes Neukloster geordnet und eine wissenschaftliche Datenbank angelegt. Heuer nehmen die Wissenschaftler die Sammlung des Stiftes Heiligenkreuz ‚unter die Lupe‘. Für die an diesem Projekt Beteiligten ist es ein neue Erfahrung, in einem geschichtsträchtigen Haus wie das Unsere historische Münzen zu sichten und zu ordnen. Ziel ist peu a peu ein Gesamtverzeichnis zu erstellen, das in der Folge über das Medium Internet für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht werden wird.
Foto: Prof. Wolters mit seinen Numismatikstudenten bei der Arbeit an der Münzsammlung des Stiftes Heiligenkreuz.