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P. Norbert Hofer: Zita-Hymne / Kaiserpaar  NEU

22. November 2020
Christkönigsonntag (A)

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25,31-46

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken. […]


Dornenkrone – Stiftsmuseum


Münzen aus Zypern
Forschungsprojekt an der Uni Graz
Prof. Mag. Dr. Gabriele Koiner
Institut für Antike – Fachbereich Archäologie

Spezialgebiet: Zypriotische Münzen

Diese Münze besteht scheinbar aus Elektron – einer Gold-Silber-Legierung. Das Gewicht der Münzen ist sehr merkwürdig und passt so gar nicht zu den Gewichtssystemen des 6. Jh. v. Chr. Auch die Darstellung des Löwen weist untypische Elemente auf, wie z.B. die klar hervorstehenden Zähne. Es besteht der Verdacht, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelt. W. Fischer-Bossert von der Akademie der Wissenschaften untersucht in einem Forschungsprojekt die frühe Münzprägung in Kleinasien, wozu er alle Elektron aufnimmt. In seiner Arbeit spielen aber auch Fälschungen eine Rolle.

Zypriotische Münzen
Ptolemäische und frühkaiserzeitliche Bronze-Münzen
aus zyprischen Prägestätten im Stift Heiligenkreuz

(Gabriele Koiner // Martin Baer // Simone Killen)

Johann Benjamin Gross
Komponist und Cellist

Zwei Werke von Joh. Benj. Gross hat der Musikforscher Dr. Folckert Lüken-Isberner aus Kassel für Cellisten in unserem Musikarchiv vermutet. Eine entsprechende Nachfrage förderte 2 Kompositionen zutage, die bisher unbeachtet waren und in der Folge veröffentlich [gedruckt] werden sollen. Der aufgeklebte Signaturzettel aus dem 19. Jh. und der historische ovale Stempel weisen es als historisches Heiligenkreuzer Musikmaterial aus.

Sechs-Lieder-aus-Hebels-allemannischen-Gedichten – 1.-Abtheilung.pdf
Sechs-Lieder-aus-Hebels-allemannischen-Gedichten – 2.-Abtheilung.pdf


Bilder und Zeichen der Hoffnung


Neuzugang im Musikarchiv
Petroleum-Hängeampel um 1890/1900
Messingguß – goldfarben bronziert – Majolika Behältnis für Petroleumgefäß – polychrom gefaßt –
Zuggewicht


Schubert-Hammerklavier im Stift Heiligenkreuz
In der Musikaliensammlung des Stiftes befindet sich ein Rosenberger Hammerklavier aus dem Jahr 1825.
Es ist eines der besterhaltenen Klaviere aus der Biedermeierzeit.
Der Originalklang der Zeitepoche ist mit diesem Instrument hörbar zu machen.
Die Kronenzeitung berichtet:
> zum Artikel<

Michael Rosenberger
Wien 1825


Fotos von unserer Pilgerreise nach Oberösterreich
Oktober 2020
Fotogalerie


Heimkehr

Für ein wissenschaftliches Projekt an der Uni in Basel wurde  an der Universität Graz – Digitalisierungszentrum – unser  Codex 34 digitalisiert. Das historische Buch ist wieder nach Heiligenkreuz zurückgekehrt. Dr. Franz Lackner hat diese Gelegenheit der Fahrt nach Graz genutzt, um die Bilbliothek der Österreichischen Franziskanerprovinz in Graz zu besuchen und seine wissenschaftliche Arbeit zu beschreiben.


Informationsbesuch
Graphische Sammlung
Stift Göttweig

Mag. Bernhard Rameder, Betreuer der Graphischen Sammlung im Stift Göttweig, informiert über die Interna der Sammlung. Interessante Einblicke und Ideen konnten für die Einrichtung einer geordneten Graphischen Sammlung im Stift Heiligenkreuz gewonnen werden.


Missio Esel
Künstlermönch P. Raphael Statt OCist

Diese Skulptur wurde von P. Raphael Winfried Statt OCist – für den „Austria.on.Mission-Award“ gestaltet.
Es ist ein Auftragswerk des Nationaldirektors von Missio Austria – P. Dr. Karl Waller OCist.

Der Heiligenkreuzer Künstlermönch P. Raphael hat für „Missio-Österreich“ diesen Esel aus Baumrinde gestaltet und in Bronze gegossen. Gestern wurde er von „Missio-Österreich“ erstmals als Auszeichnung vergeben.

„Papst Franziskus wünscht, dass „seine“ Päpstlichen Missionswerke verstärkt auf das Vorbild von Missionarinnen und Missionaren aufmerksam machen. Aus diesem Grund verleihen die Päpstlichen Missionswerke heuer erstmals die „Austria.on.Mission-Awards“, eine Art „Oscar“ in Form eines Esels. Missionarische Persönlichkeiten arbeiten ja oft „wie die Esel“ für die Kirche und die Ärmsten der Armen, bleiben dabei aber meist unbekannt, unbeachtet und unbedankt. Das wollen wir ändern!“ P. Karl Wallner


Fragile Schöpfung
Sonderausstellumg im Dommmuseum Wien
1.10. – 29.08.2021

Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart veranschaulichen die künstlerische Auseinandersetzung mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Vom Blumenschmuck historischer Buchmalerei, über die romantische Lust an der Urgewalt der Natur, bis zu gesellschaftspolitischen und aktivistischen zeitgenössischen Positionen zeigt die Schau verschiedene Naturvorstellungen auf und fragt nach dem Platz, den der Mensch sich darin einräumt. >

Aus unserer Kunstsammlung wurden von den KuratorInnen 4 Kunstwerke ausgesucht, die ansprechend in der Präsentation im Dommuseum untergebracht sind.


Fragile Schöpfung

Unser Künstlermönch Pater Raphael Statt OCist in Heiligenkreuz beschäftigt sich seit geraumer Zeit in seinem künstlerischen Schaffen mit dem Thema der Metamorphose: dem Übergang von der Alten in eine Neue Schöpfung.

Fragil ist die Schöpfung, dem Tod geweiht. In Pater Raphaels Skulpturen feiert diese Alte Schöpfung eine Wiederauferstehung. Denn das Material seiner Arbeit besteht aus abgestorbenen Baumrinden und Ästen, die zu einer neuen Form gefügt und auf diese Weise zu neuem Leben erweckt werden.

So entstehen Vögel und andere Lebewesen, die – in Bronze gegossen – auch nach der Formverwandlung doch immer noch die Narben des Alten – eben seine Zerbrechlichkeit – zeigen: Auch wenn Altes zu Neuem, Unscheinbares zu Schönheit umgestaltet wird, so bleibt doch das Alte im Neuen immer noch sichtbar.

Für Pater Raphael ist das künstlerische Schaffen eine besondere Form der Kontemplation: eine Betrachtung des Übergangs und der Verwandlung: aus toten Fragmenten werden Sinnbilder des Lebens: Skulpturen, die an die christliche Verheißung der Auferstehung des Lebens erinnern. Die Fragilität der Schöpfung gewinnt erst Stabilität nach ihrer Auferstehung.


Segnung des Schmetterling-Kreuzes

Seit einigen Tagen steht in dem Bereich vor der Bernardikapelle ein wertvolles, von Künstlerhand geschaffenes Kreuz. Es handelt sich um ein „Schmetterlingskreuz“ des zeitgenössischen Künstlers Harald Bäumler. Der Schmetterling ist ein altes christliches Auferstehungssymbol. Das Herausbrechen des zarten, fliegenden, schönen Tieres aus dem Kokon, in das es sich als Raupe einschloß, wurde schon im Mittelalter als Bild für die Auferstehung Christi gedeutet. Die fünf Rosen stehen für die in der Auferstehung verklärten fünf Wundmale des gekreuzigten Herrn. Das Werk soll auch an unseren 2017 verstorbenen Mitbruder Abt Christian Feurstein (Abt von Rein) erinnern, mit dem Harald Bäumler freundschaftlich verbunden war, und für den er ein Pektorale mit dem Schmetterlings-Kreuz-Motiv geschaffen hatte.


Weiterführung der Arbeit in der Münzsammlung
Institut für Numismatik und Geldgeschichte
Uni Wien

Seit einigen Jahren begibt sich das Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien mit einer Gruppe von Studierenden zum Stift Heiligenkreuz, um dort an der reichlich bestückten Münzsammlung zu arbeiten. Die Studierenden konnten dabei bisher viele praktische Erfahrungen sammeln, indem sie zusammen mit Lehrenden die Münzsammlung des Stiftes wissenschaftlich betreuten.

Aufgrund der Situation der letzten Monate konnte eine diesjährige Exkursion mit Studierenden leider nicht stattfinden. Damit die Arbeit an der Münzsammlung jedoch weitergeführt werden kann, begaben sich die beiden Universitätsassistenten Martin Baer und David Weidgenannt zum Stift Heiligenkreuz, um innerhalb von 4 Tagen die Münzen der Römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) zu dokumentieren, indem sie abfotografiert und die technischen Daten aufgenommen wurden. Dabei entstanden mehr als 1.100 Fotos, die nun den Studierenden zur Verfügung gestellt werden sollen, damit sie die Münzen in einer Datenbank beschreiben und bestimmen können. Es ist geplant, diese Münzdatenbank in naher Zukunft online frei zugänglich zu machen und somit für weitere wissenschaftliche Auseinandersetzungen zur Verfügung zu stellen.


Instandsetzungsarbeiten
Gerd Steinmüller

Herr Gerd Steinmüller aus Korneuburg hat für unser Haus 4 Behältnisse (Futteral) für Altargeräte saniert. Hauptarbeit war die Instandsetzung von einem Hausaltärchen. Diese ‚Wanddekoration‘ (Hängevorrichtung) ist mittels Laubsäge  künstlerisch gefertigt. Einzelne Teile mußten nachgeschnitzt und ergänzt werden. Der an der Rückwand angebrachte Stoffbezug ist neu. Wir werden dem Kunstwerk des uns unbekannten Künstlers einen schönen sinnhaften Platz geben.


Stickereien adeliger (Damen) Nonnen

Peter Wiesflecker schreibt in seinem Artikel: Brautkleid – Schleier – Kasel … über die Geschichte der Stickereien in Klöstern und Schlössern. Dabei liegt sein Hauptgewicht bei den textilen Erzeugnissen von (adeligen) Nonnen in ihren Klöstern. Es geht auch um klösterliche Traditionen, wie z.B. Einkleidungen in Frauenklöstern (Waldsassen). In unserer Kunstsammlung können wir auf zwei textile Kunstwerke verweisen, an denen Kaiserin Maria Theresia mitgearbeitet hat. Es handelt sich zum einen um einen Thronus aus dem Jahr 1741. Dieser ist das erste Geschenk der Kaiserin an das Stift Heiligenkreuz nach ihrem  Regierungsantritt in den österreichischen Erbländern. In der Sakristei wird eine Kasel aus dem 1. Drittel des 18. Jh. aufbewahrt, an der die Kaiserin am Füllhorn mitgearbeitet hat.


Die Lilie
als mittelalterliche Glaskunst und Schmuck für die Kirche

Im gotischen Hallenchor der Stiftskirche Heiligenkreuz befinden sich in den beiden Flankenfenster, also jene zu Seiten des Mittelfensters, im Maßwerkdreipass jeweils überdimensionale große Dreipassöffnungen, die mit monumentalen Lilienornamenten geschmückt sind. Dieses an dieser prominenten Stelle verwendete Motiv geht über die allgemeine Mariensymbolik hinaus und hat auch eine heraldisch-ikonographische Bedeutung. Auch hat das Mutterkloster von Heiligenkreuz, Morimond, als auch die einzige babenbergische Tochtergründung, Lilienfeld, Lilien im Stiftswappen. Dieses Lilien deuten auf die zisterziensische Filiation hin, was wiederum ein deutlicher Bezug zu den Babenbergern herstellt. Otto von Freising ist der spirituelle Gründerabt von Morimond und Leopold VI. gründete Lilienfeld. Diese Lilien stellen also eine Rückbesinnung auf das Gründergeschlecht der Babenberger im ausgehenden 13. Jahrhundert in Stift Heiligenkreuz dar.

Frau Steffi Buger und Frater Korbinian OCist organisieren und fertigen den Blumenschmuck für die Stiftskirche Heiligenkreuz. Fr. Buger aus der Stiftspfarre Heiligenkreuz arbeitet ehrenamtlich bei hohen Festtagen in unserer Sakristei. Beide sind großartige Fleuristen.
Ihnen und der ungenannten Spenderin der Blumen ist aufrichtig zu danken.


Handschriftenforschung

Dr. Franz Lackner, Handschriftenforscher, ehemaliger Mitarbeiter der OeAW, arbeitet nach der Corona-Krise wieder in der Handschriftenkammer.

Derzeit erfolgt die kodikologische und inhaltliche Beschreibung der Handschriften des 3. Viertels des 12. Jahrhunderts. Diese Beschreibung erfolgt im Rahmen der Neukatalogisierung der Handschriften des 12. Jh., deren Gesamtzahl sich auf ca. 110 Handschriften beläuft. Hier sind die Handschriften aus dem Bücherverzeichnis (Cod. 205) des Abtes Gottschalk (Erster Abt von Heiligenkreuz) mitinbegriffen. Paralell dazu erfolgt die breit angelegte Studie zum Scriptorium durch Dr. Alois Haidinger, deren Ergebnisse auf www.scriptoria.at präsentiert werden. Derzeit werden die Digitalisate der Handschriften aus dem Gottschalk-Katalog durch Dr. Haidinger suggzesive auf scriptoria.at zugänglich gemacht.


Restaurierung des Gipsmodells
Putti tragen eine Laterne (Vorlage: Giovanni Giuliani)
Hyrtl’sches Waisenhaus Mödling
Werkstatt des Restaurators Heinz Meisnitzer


Giovanni Giuliani
Gipsmodell im Hyrtl’sches Waisenhaus Mödling wird restauriert
Leitung: Restaurator Heinz Meisnitzer
Besichtigung des Originals in Heiligenkreuz am 10.03.2020


Talismanisches Hemd
im Stift Neukloster zu Wiener Neustadt

Literaturhinweis: Runkel Johanna, Diss. S. 157-160, Wien 2019


RETTUNG EINES KULTURSCHATZES
Schubert-Hammerflügel

Stift Heiligenkreuz

Der Schubert-Hammerflügel im Museum des Stiftes Heiligenkreuz stammt von Michael Rosenberger, einem Klavierbauer aus Franken (*1766-1832).

Fachleute, wie Dr. Beatrix Darmstädter und Dr. Alfons Huber vom KHM Wien (Sammlung alter Musikinstrumente) und der namhafte Restaurator für Hammerklaviere Robert Brown (Oberndorf) bestätigen den „weitgehend unangetasteten Originalzustand“ (Darmstädter).
Es handelt sich „um eines der ganz wenigen wertvollen fast unberührten Hammerflügel der Biedermeierzeit (Huber)

Der Schubert-Hammerflügel ist eines der wertvollsten Musikinstrumente seiner Zeit und ein Juwel von Stift Heiligenkreuz. Mit der Registernummer 6 des weltbekannten Rosenberger-Klavier-Produzenten in Wien dokumentiert sich dieses Instrument als einzigartig.

Das Klangerlebnis des Schubert-Hammerflügels ist unvergleichbar, weil es authentisch den Biedermeierklang wiedergibt.
Der Schubert-Hammerflügel des Stiftes Heiligenkreuz war das Lieblingsinstrument des Komponisten Franz Schubert.
Dieses Instrument hat Franz Schubert wegen seines Klangerlebnisses geliebt. So ist heute das Spielen und Hören des Schubert-Hammerflügels ein besonderes, exklusives Erlebnis.

Das edle Instrument muß dringend restauriert werden. Die besten Spezialisten werden herangezogen, um es für die Nachwelt zu erhalten. (14.02.2020)


Schätze ins Schaufenster

Stift Neukloster – Wiener Neustadt
Stiftssammlungen

Die Kunst- und Wunderkammer des Neuklosters war im Rahmen der Niederösterreichischen Landesausstellung „Welt in Bewegung“ zu sehen. In einer Kunst- und Wunderkammer werden unterschiedlichste Objekte gezeigt, um ein Abbild der Welt im Kleinen darzustellen. Solche Schätze waren in ganz Europa an Fürstenhöfen und in Klöstern vorhanden – so auch im Stift Neukloster.
Im Neukloster wurden sowohl die Paramentenkammer neu eingerichtet als auch ein Gemäldedepot, ein Objektdepot und ein neuer Ausstellungsraum für eine einzigartige Kunst- und Wunderkammer geplant und umgesetzt. Die Inventarisierung und Präsentation der Objekte, die zuvor nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren, waren eines der Kernthemen des Projekts. Insgesamt wurden Sammlungsbestände von rund 5.100 Objekten bearbeitet.
Die Sammlung umfasst sowohl prunkvolle Kunstkammerobjekte als auch einzigartige Erinnerungsstücke an geschichtliche Ereignisse: ca. 4700 Einzelstücke, davon 1000 Kunstkammerobjekte, 200 Gemälde und 3500 Steine und Muscheln. Der Großteil der Bestände wurde in der Blütezeit des Klosters zwischen 1740 und 1801 angeschafft. So bietet sich ein wichtiges Dokument des barocken Sammelns im 18. Jahrhundert und der Klostergeschichte dar. Darüber hinaus ist die Sammlung ein wertvolles kultur- und naturkundliches Erbe der Region und des Landes Niederösterreich.
Die fachkundigen Arbeiten im Rahmen dieser Depotoffensive wurden von
Lehrenden und Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien durchgeführt. Die Gesamtleitung hatte o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gabriela Krist, Vorständin des Instituts für Konservierung und Restaurierung an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Gotische Glaskunst aus dem Stift Neukloster

Die im Stiftsmuseum Heiligenkreuz verwahrten Bruderschaftsscheiben (Herkunft: Sterzing) aus dem Stift Neukloster in Wiener Neustadt mit Madonna und Kind, dem heiligen Jakobus dem Älteren, dem Stifterpaar und der dazugehörenden Wappenscheibe sind in einem Artikel im Corpus Vitrearum Medii Aevi (Österreich Band IV) beschrieben. Fr. Eugenius Lersch OCist hat ein Exzerpt erstellt. Jakobusbruderschaften könnten sich für die „Jakobusscheibe“ interessieren.


Glasfenster im neuen Meditationsraum
Kurhaus Marienkron
von P. Raphael Statt OCist

„Beim Betrachten der ursprünglichen Raumsituation des Meditationsraumes kam mir spontan die Idee, eine grüne Wellenbewegung durch alle vier Fenster fluten zu lassen.

Es sollte ein saftiges, ja leuchtendes Grün sein, wie wir es in der Natur […] finden.

Denn mein Anliegen war es, bei der Gestaltung der Fenster ganz aus der Natur zu schöpfen – und den Blick des Betrachters in die Natur schweifen zu lassen. Auch das Heilungsprogramm des Kurhauses schöpft aus den Elementen der Natur.“

 


Musikarchiv

Der historische Komponisten-Zettelkatalog im Musikarchiv wurde in neu angefertigten Mappen untergebracht. Besonders hervorzuheben sind die goldfarbenen Buchstaben, die Herr Erich Unterpertinger auf den Rücken der von ihm gemachten Mappen angebracht hat. Herr Erich arbeitet in seiner Pension ehrenamtlich in der Buchbinderei.

Archivboxen

Die Kompositionen von Ferdinand Rebay sind während der Sichtungsarbeiten in säurefreien Kartonboxen eingeordnet worden. Eine Spezialfirma in Deutschland (Schempp) hat die Boxen geliefert.
Gleichzeitig mit dem Werkzeichnis, das online über RISM aufgerufen werden kann, wurde ein analoger Zettelkatalog erstellt.


Giovanni Giuliani – Fund am Dachboden – Mödling

Prof. Walter Jirka findet in einer Schule in Mödling Modelle von Giovanni Giuliani auf dem Dachboden. Sie entsprechen den am Waisenhausfriedhof in Mödling befindlichen Putti. Bezirksblatt und NÖN berichten über diesen Fund am Dachboden.

 

NÖN
Bezirksblatt


Handschriftenkunde und Buchwesen

Lehrveranstaltung der Universität Wien [Insitut für Österreichische Geschichtsforschung]
zu Besuch in der Handschriftenkammer > 9.11.2019
Leitung:
Ass.-Prof. Mag. Dr. Christoph Egger und Mag. Dr. Katharina Kaska [ÖNB]

Am 9.11.d.J. besuchte die Lehrveranstaltung Handschriftenkunde des MA Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft die Handschriftensammlung von Heiligenkreuz. Die Studierenden lernten anhand der Heiligenkreuzer Handschriften und mittelalterlichen Bücherlisten über die Geschichte einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosterbibliotheken Österreichs und konnten praktische Erfahrung für die Beschreibung und Katalogisierung von Handschriften sammeln.

 


ZU SCHADE ZUM WEGWERFEN

und doch im Weg
SCHAFFEN SIE PLATZ
und helfen Sie uns!

Wir brauchen
„ALTES und SCHÖNES“
für unseren jährlichen HEILIGENKREUZER ADVENTMARKT
(am Samstag vor dem 3. Adventsonntag, heuer am 14. Dezember 2019)
Wir freuen uns über GLAS, PORZELLAN, Geschirr, Vasen, Deko-Artikel uvm.
Abgeben können Sie die Sachen an der Pforte des Stiftes Heiligenkreuz
Organisation: P. Roman
Tel. 0043-2258-8703-166 (Mo – Fr 8.00-11.00)

Die Gegenstände können auch schon jetzt übergeben werden.

Was Sie uns bitte NICHT bringen: Gewand, Elektrogeräte, Möbel, …und alles, was Käufer nicht tragen können …
wenn Sie unsicher sind, was wir brauchen können:
EINFACH ANFRAGEN!
p.roman@stift-heiligenkreuz.at
0664-652383

 


DAKTYLIOTHEK

Erste Sichtung durch
ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang Szaivert
22. Februar 2019

Daktyliotheken sind Sammlungen von (zumeist) Gipsabdrücken von Gemmen und geschnittenen Steinen. Es handelt sich um kleinere und/oder größere Sammlungen auf Laden montiert und meist in Schachteln oder gar Buchhüllen gepackt. Sie beginnen um die Mitte des 17. Jahrhunderts und dienten vornehmlich als Anschauungsmaterial für das Studium bzw. Verständnis antiker Mythologie und Geschichte. Siehe auch https://thue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=1032. So hat auch Goethe so etwas besessen. Solche Sammlungen gehörten zur Standardausrüstung einer guten Bibliothek.


Handschriften

Hebräische Fragmente in Österreich
Stift Heiligenkreuz


Neuzugang bei den Inkunabeln und Alten Drucken!

Ein Druck des Missale Augustense aus dem 16. Jahrhundert

Wie schon von P. Moses Hamm ausführlich in der Zeitschrift Sancta Crux berichtet, vermachte 2016 der Pfarrer in Ruhe Willi Heinrich Knapp dem Stift Heiligenkreuz ein Missale aus dem 16. Jahrhundert. Das 1555 von Sebald Mayer in Dillingen gedruckte Buch ist mit Holzschnitten von Matthias Gerung ausgestattet (VD16 M 5556).

Von besonderem Interesse bei diesem unvollständigen Exemplar (es fehlt der Römische Canon – bei durchgehender Folierung) ist die Widmung am Innendeckelspiegel, die hier deshalb noch einmal vollständig abgebildet werden soll. Das von einem illusionistischen Rahmen umgebene Blatt zeigt unter der Jahreszahl 1591 zwei große farbige Wappen. Links steht das Wappen des Caspar von Berndorff zu Pähl und Steinbach, rechts das Wappen seiner Ehefrau Anna von Berndorf, geborene Anna von Gumppenberg. Beide Wappen finden sich auch auf der Grabplatte der Ehegatten in der Pfarrkirche St. Laurentius in Pähl (Oberbayern). Der 1589 gestorbene Caspar von Berndorff war Kammermeister am Münchner Hof.

Die Widmung im Heiligenkreuzer Missale gibt nun Auskunft über das weitere Leben der Anna von Berndorf. Zwei Jahre nach dem Tod Ihres Ehemanns wohnte die Witwe „im fürstlichen panmarkht zu Diessen“ (Dießen am Ammersee in Oberbayern). Dort vermachte sie am 25. April 1591 das Missale dem „gotzhaus zum gotsakher“ (wohl die Friedhofskirche St. Johann). In der stark fehlerhaften Grabinschrift in Pähl wird Annas Sterbejahr mit 1692, wahrscheinlich richtig 1592, angegeben. Ihr Sterbeort wird mit dem in der Edition der Inschriften der Pfarrkirche Pähl nicht lokalisierten „Bairdtisten(n)“ ausgewiesen. Dabei könnte es sich um eine verballhornte Form von „Bayerdießen“ handeln, einer alten Bezeichnung für Dießen am Ammersee.

Die Heiligenkreuzer Neuerwerbung ist damit nicht nur eine wertvolle Erweiterung des Bibliotheksbestands, sondern auch eine Quelle für die bayerische Landesgeschichte.

Gedruckter Artikel
Moses Hamm, Ein Augsburger Messbuch von 1555, in: Sancta Crux 77 (2016) 72-76.

Link

Edition der Grabinschrift:

Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau. Gesammelt und bearbeitet von Manfred Merk (Die Deutschen Inschriften Bd. 84, Wiesbaden 2012) Nr. 194, online. Dort auch weiterführende Literatur zu den Personen.


Fortschritte bei der Aufarbeitung der Münzsammlung

Studierende der Wiener Universität am Institutes für Numismatik und Geldgeschichte unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Wolters haben das dritte Jahr in Folge ein Projekt, das ‚Licht ins Dunkel‘ unserer Münzsammlung bringt. Die letzten beiden Jahre wurde die Sammlung des Stiftes Neukloster geordnet und eine wissenschaftliche Datenbank angelegt. Heuer nehmen die Wissenschaftler die Sammlung des Stiftes Heiligenkreuz ‚unter die Lupe‘. Für die an diesem Projekt Beteiligten ist es ein neue Erfahrung, in einem geschichtsträchtigen Haus wie das Unsere historische Münzen zu sichten und zu ordnen. Ziel ist peu a peu ein Gesamtverzeichnis zu erstellen, das in der Folge über das Medium Internet für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht werden wird.
Foto: Prof. Wolters mit seinen Numismatikstudenten bei der Arbeit an der Münzsammlung des Stiftes Heiligenkreuz.